Jun 172009
 

Eben nicht. Gerade nach “Procrastinator” gegoogled (wie steht dieses Unwort eigentlich im Duden), und da gibt es nette und bizarre Fundstücke. Nicht gefallen hat mir die Übersetzung mit “Zauderer”, da kenn ich einen anderen englischen Fachbegriff. Fällt mir gerade nicht ein, beginnt glaube ich mit “B”. Nein, Zaudern ist “keine Entscheidung treffen”.

Viel schöner liest sich die “structured procrastination” von John Perry in Stanford, nachzulesen unter www.structuredprocrastination.com. Zu was perfektionistische Procrastination (da gibt es dort ebenfalls einen Artikel) fähig ist, zeigt die sehr edle Gestaltung der Site zusammen mit dem Hinweis:

Site designed by the author’s granddaughter, who did the work while avoiding the far more weighty assignment of her literature test.

  One Response to “Procrastinator, der erste”

  1. Danke, oh großer A., dass Du mich auf diesen Artikel aufmerksam gemacht hast. Ich hatte schon lange nicht mehr das Gefühl, so umfassend verstanden zu werden. (Ja, das klingt traurig. Aber beschränken wirs mal aufs Geschäftliche, also auf alles was “gemacht werden muss”.)

    Dabei möchte ich insbesondere den letzten Abschnitt erwähnen: “The observant reader may feel at this point that structured procrastination requires a certain amount of self-deception, since one is in effect constantly perpetrating a pyramid scheme on oneself. Exactly. One needs to be able to recognize and commit oneself to tasks with inflated importance and unreal deadlines, while making oneself feel that they are important and urgent. This is not a problem, because virtually all procrastinators have excellent self-deceptive skills also. And what could be more noble than using one character flaw to offset the bad effects of another?”

    Passt wie die Faust aufs Auge und ist seit 10 Jahren meine Rede (, das stimmt also DOCH).

    To hell with being sensible!

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