Jul 292009
 

Kenner der Szene wissen, worauf meine kürzlichen und unvollständigen Aktivitäten zum Thema Ebay, Bluetooth sowie meine Vernachlässigung des Blogs beruhen: Ein neues Projekt! Back to the Palm Roots!

Bevor ich mich demnächst über das warum und wie auslasse, und außerdem vielleicht eine kleine, persönliche Palm-Historie ausbreite, hier schon einmal ein Zwischenstand:

Palm BlueBoard auf drei Palm PDAs

Palm BlueBoard auf drei Palm PDAs

Mitgeliefert mit dem Palm Tungsten T3 (rechts im Bild) wird Blueboard, eine kleine Applikation, mit der man mit bis zu vier (!) Palm PDAs gleichzeitig auf einer Folie rumkritzeln kann. Ich stelle mir das in langweiligen Meetings vor … eine Killerapplikation im besten Apple-Stil, und die funktioniert sogar einwandfrei.

Was mal wieder beweist, dass die Palm-PDAs von unfähigen Marketing-Fuzzis zugrunde gemarketingt wurden. Gute Hardware, ein gutes Betriebssystem, massig Applikationen, und das Jahre vor dem iPhone. Zeitweise 90% Marktanteil bei den PDAs, und heute eine Randnotiz der Technikgeschichte. Warum? Wegen BlueBoard.

Nicht ursächlich, aber zumindest symptomatisch für so manche Fehlentscheidung: Warum liegt diese Software dem Tungsten T3 bei, aber nicht dem neueren Tungsten E2? Warum muss dieses kleine, geniale Progrämmchen sogar gegen das Kopieren von PDA zu PDA geschützt werden? Warum hat Palm im Laufe der Zeit mindestens 5 verschiedene Web-Browser seinen Geräten mitgegeben, und einigen gar keinen? Warum gab es im Laufe der Zeit -zig verschiedene Tools zum Abgleich des PDAs mit Outlook?

Dabei hätte alles so einfach sein können. Ich sage nur “Netzwerk-Hotsync” – bereits vorhanden in meinem Palm Pilot Professional aus dem Jahre 1996! 😥 !

state-of-the-brain

 Allgemein  Comments Off on state-of-the-brain
Jul 282009
 

This is my time
This is my tear
I can see clearly now
That this is not a place
For playing solitaire
Tell me where you want me
This is my time
This is my tear

Comin’ on strong
Baudelaire
Seems to me like
All the world gets high
When you take a dare
Let it rise before you
This is my crime

All in all and I’m
Loving every rise and fall
The sun will make and I will take
Breath to be sure of this
In the end and then
All will be forgiven when
Surrender rises high and I
Gave what I came to give

Say it now because you never know

(…)

[Red Hot Chili Peppers, Tear]

Bluetooth-Blues

 Lebenshilfe, Technik einfach  Comments Off on Bluetooth-Blues
Jul 242009
 

Es ist ein Kreuz mit den Bluetooth-Stacks (zur Erklärung: Bluetooth-Hardware braucht in der Regel noch einen Treiber, den sogenannten “Stack”).

Alle unter Windows verfügbaren Stacks haben irgendwelche Nachteile, zumindest wenn es um die Zusammenarbeit mit meiner Hardware geht.

  • Der unter Windows XP verfügbare, eingebaute Treiber taugt nichts. Der kann zum Beispiel kein Stereo-Headset betreiben (Profil: A2DP / Audio Sink), und wird es auch nie können.
  • Der unter Windows Vista verfügbare, eingebaute Stack hat einen schwerwiegenden Bug (namens Windows Vista). Deshalb hab ich ihn nie getestet.
  • Der lange Zeit führende, sehr weit ausgebaute Stack von Broadcom (früher: Widcomm) stagniert ein wenig, und produziert bei meinem Stereo-Headset Motorola HT820 hörbare Knackser.
  • Viele Leute finden den Stack von IVT (BlueSoleil) toll, aber sehr frühe Tests damit haben ein katastrophales User Interface zutage gebracht. Mein letzter Test vor einem Jahr zeigte, dass auch dieser Stack im Stereo-Audio-Bereich Probleme hat.
  • Im Stereo-Bereich punktet der Stack von Toshiba, und auch die Bedienung ist recht kommod. Sogenannte PANs (Personal Area Networks) kommen aber nur zwischen zwei Toshiba-Stacks zustande, oder wenn sich ein Toshiba mit einem Broadcom-Stack verbindet – nicht umgekehrt. Da scheint wohl das passende Server-Profil zu fehlen.

Und so geht es gerade weiter mit der Anbindung von Handys, meinem Palm Tungsten (PAN an Broadcom OK, PAN an Toshiba bäh), Anbindung von Pocket PCs etc. Kein Stack scheint alles zu können 🙁 !

Man muss sich mal vorstellen: Was sie alle ganz gut können, ist die Emulierung eines seriellen Ports. Einer Technik der siebziger, wenn überhaupt. HALLO! Aufwachen! Und da soll mir nur mal wieder einer “Linux” sagen: Das will ich sehen, dass dort alles besser läuft. Und wenn ja, dann fehlt die passende Software, um die Bluetooth-Geräte auch zu nutzen. Lediglich unter Max OS X scheint es leidlich zu klappen.

Das traurige daran 😥 : Praktisch die ganze USB-Bluetooth-Hardware am PC  ist einheitlich, oder wird zumindest über normierte Schnittstellen angesprochen. Einen echten Hardware-Treiber zu Anpassung an bestimmte Hardware braucht es also gar nicht. Dass nicht jeder Stack mit jeder Hardware zusammen funktioniert, hat lizenzrechtliche Gründe: Die Hardware-Hersteller lizenzieren einen Stack, und an den ist man dann gebunden.

Beispiel Hama: Die wechseln wild zwischen Broadcom und Toshiba, und wenn es keine Updates für Hardware X gibt, dann kann man die wegwerfen, falls man ein Upgrade oder einen Bugfix braucht. Noch Schlimmer trifft es Notebook-Besitzer: Wenn die Hersteller nicht immer die neuesten Stack-Versionen für die eingebaute Hardware zur Verfügung stellen, bliebt man auf dem alten Stand stehen.

Mein Tipp: Vor dem Kauf einer Bluetooth-Hardware nach dem mitgelieferten Stack schauen, die Update-Politik des Hardware-Herstellers genau anschauen. Demoversion runterladen, mit einem geliehenen Stick die benötigten Funktionen testen, erst dann die BT-Hardware kaufen.

Ein wenig viel Aufwand für eine 8-Euro-Hardware? Eben! Danke, Microsoft!

Keep up the bad work!

Jul 222009
 

Eigentliches Thema war folgendes: Schreibt doch ab und an der “renommierte Journalist und Blogger” Peter Glaser (in Anführungszeichen nicht als Herabsetzung, sondern weil ich a. zu faul war, das Zitat auch nur im Ansatz nachzuprüfen, und b. das auch nur aus dem Gedächnis wiedergebe) … – Mist, Faden verloren.

Also nochmal: Da schreibt “er” (s.o.) ab und an in der Rubrik “Entdecken” eine Kolumne über seine “Reisen durch die digitale Welt”, und danach wird schön auf sein Blog auf der Website der Stuttgarter Zeitung verwiesen. Also der Haus- und Hof, Leib- und Magen, Nagel- und Kopf sowie Faust- und Auge-Blogger der Stuttgarter Zeitung. Wird fürs Surfen und Denken bezahlt, was für ein Leben.

Anlass dieses Artikel ist meine übliche Verarbeitung der morgendlichen Zeitungslektüre. Heute schreibt Herr Glaser über Bücherverbrennungen. Und schreibt so, wie er surft: In wilder Assoziation scheinen die Themen von Klick zu Klick zu wechseln. Dabei gleichen die Abfolge und die Zusammenhänge der Konsistenz einer Google-Ergebnisliste (“Meinten Sie Bücherverbannung?“). Mir nimmt das eines meiner Haupt-Unterscheidungskriterien zwischen gedrucktem und digitalem Journalismus aus der Hand, denn ich behaupte immer, vor dem Druck sei in der Regel die Beschäftigung mit einem Artikel intensiver, was die Überarbeitung, Gliederung etc. angeht. Nichts davon ist hier zu sehen. Selbst wenn man es als Glosse / Kolumne / Meinung / Reisebericht liest.

Nun kann es ja sein, dass nur mir das so vorkommt, deshalb wollte ich zum Nachlesen einen Link auf diesen Artikel setzen. Den fand ich leider nicht im Blog von Herrn Glaser, aber dafür ein anderes Phänomen:  Schon die Startseite ist vollgestopft mit ellenlangen Listen von eingebundenen Youtube/Vimeo/Sonstwas-Videos. Das eine oder andere witzige ist dabei, viel Abstruses, vielleicht auch Sinnvolles, aber mein Rechner bricht unter der Last von 30 Flashs auf einer Seite fast zusammen. Und das alles als Ausbeute von einem Tag! Montag!

Das mag nur eine Ausnahme sein, aber zu weiteren Recherchen hatte ich keine Lust mehr. Man stelle sich aber Herrn Glasers Tag vor: Den ganzen Tag Youtube glotzen und bezahlt werden. Herr.S, wäre das nichts für Sie?