Procrastinator

Ramsauer senkt die Schwelle für den Führerscheinentzug auf 10 Punkte

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Apr 302011
 

Sehr geehrter Dr. Ramsauer,

der Presse entnehme ich heute, dass Sie sich für eine Anhebung der Punkteschwelle für den Führerscheinentzug von 18 auf 20 Punkte ausgesprochen haben bzw. diese erwägen. Korrigieren Sie mich, wenn dies nicht stimmen sollte – die Presse schreibt viel.

Sollten diese Berichte aber wahr sein, so bitte ich Sie, mir als Ihrem Arbeitgeber (Wähler/Bürger) den Sinn genau dieses Vorschlags zu erläutern. Von selbst komme ich leider nicht darauf, was das bringen soll.

Als (Firmenwagen-) Fahrer mit 35.000 km/Jahr und 3 (natürlich unverdienten! 🙂 ) Punkten in Flensburg war ich bisher der Meinung, dass 18 Punkte nur von Unverbesserlichen zu erreichen sind. Eine Haltung wie “wenn man viel fährt, kann man eben Punkte gar nicht vermeiden” konnte ich noch nie nachvollziehen, zumindest nicht bei 18 Punkten. Auch ich komme meist pünktlich in meine Termine, ohne gewohnheitsmäßiges Rasen. Wenn ich bei meiner Annahme falsch liegen sollte, wäre ich über bessere Informationen dankbar.

Ob hinter der Ansammlung von 18 oder mehr Punkten nun eine vorsätzliche Mißachtung der Verkehrsregeln, notorische Unachtsamkeit, miserable Fahrkünste, ein Suchtproblem oder andere Motive stehen, kann ich nicht beurteilen. Alle Motive, die mir einfallen, stellen jedoch eine – wiederholte! – Gefährdung des Straßenverkehrs dar, und rechtfertigen in meinen Augen einen Führerscheinentzug. Zudem dieser ja auch nicht aus heiterem Himmel kommt, sondern mit langer Vorwarnzeit und der Möglichkeit zum einem Punkteabbau.

Vor diesem Hintergrund kann ich nur Mutmaßungen anstellen, was eine solch marginale Erhöhung der Schwelle von 18 auf 20 Punkte bewirken soll. Eine Vermutung: Sie wollen in der Öffentlichkeit ein Signal setzen. Welche Wirkung Sie da erzielt haben, zeigt mein Schreiben. Ansonsten kann ich nur vermuten, dass Sie in Ihrem engeren oder weiteren Bekanntenkreis jemanden kennen, der gerade bei 15, 16 oder 17 Punkten steht, keine Lust auf Nachschulungen hat, und sich von Ihnen einen Freischuss wünscht. Aber damit gehen die Spekulationen schon zu weit – genausogut könnte ich vermuten, es handele sich um Ihren eigenen Fahrer.

Unter dem Eindruck dieser Überlegungen möchte ich Sie bitten, mir dies alles zu erklären, oder sich meine Forderung zu eigen zu machen, die Schwelle von 18 auf 15 Punkte zu senken. Die öffentliche Wirkung einer solchen Maßnahme wäre deutlich positiver, die faktische Wirkung genauso marginal, da sie auch nur Wiederholungstäter trifft, und ich würde wieder an das Gute im Menschen glauben.

Herzliche Grüße,

Jan 152011
 

Welcome back!

Achtung, jetzt kommt eine Zahlenwüste!

An dieser Stelle fragt sich heute ein Konsument, warum/ob nicht schon ein tapferer Verbraucherverband die aktuelle MediaMarkt-Kampagne “1000 Artikel zum Einkaufspreis” abgemahnt hat. Meiner Meinung nach ist das entweder eine faustdicke Lüge, oder  die Media-Markt-Einkäufer sind rattenschlecht. Urteilt selbst.* Vorab noch: Hier geht es nicht um Winzbeträge, sondern um Differenzen im zig-%-Bereich!

Die Vorgeschichte: Diverse Vorkommnisse elektronischer Art haben mir in letzter Zeit bewiesen, dass diejenigen bescheuert sind, die elektronische Geräte vor Weihnachten kaufen. Nach Weihnachten stehen regelmäßig die Saturns und Mediamärkte mit Schnäppchen voll, für die vor Weihnachten eigens die Preise angeboben wurden. Die Internet-Preise sind da ein guter Maßstab, weil sie eher einem transparenten Wettbewerb entspringen.

Beispiel: Gerät A** ist im Internet für (wenigstens) 369,- zu haben, das etwas kleinere Modell immer noch für 269,-. Als Saturn es für 199,- bewirbt, kann man getrost zuschlagen. Gerät B** kostet im Internet mindestens 329,-, bei Media Markt im Einkaufspreis 282,uepz***. Da nimmt man denen sogar den “Einkaufspreis” ab – besonders angesichts der Tatsache, dass der reguläre Preis bei MM (“so macht man billig”) stolze 449,- beträgt.

Aktuell nun Gerät C** für 244,uepz im Einkaufspreis. Ein Schnäppchen angesichts der regulären Auszeichnung des Gerätes mit 399,- im Regal nebenan. Mag man meinen. Hätte man das Gerät nicht vor 2 Tagen bei einem anderen Mediamarkt, keine 30km entfernt, zufällig in einer “Aktion” für einen “Verkaufspreis” von 199,- (regulär: 299,-) gesehen.

Wie niedrig der Einkaufspreis eigentlich sein mag, kann man nach einer Preisrecherche im Internet ahnen. Da wird dasselbe Gerät für ganze 149,- plus Versand feilgeboten. Entweder sollten sich die MM-Einkäufer also einen neuen Job suchen, oder beim “Einkaufspreis” handelt es sich um übermäßiges Anlocken. Eine solche Mischkalkulation aus überteuertem Regulärpreis, echten und vermeintlichen Schnäppchen sorgt zumindest dafür, dass unterm Strich ein Gewinn rauskommt.

Auszeichnungen auf der Homepage:  “9,5 billiger als im Internet” und “Händler des Jahres 2010”. Ein Schelm …. Kein Einkauf mehr ohne meinen Anwalt, äh, Preisvergleich im Internet.

“Mediamarkt – die halten mich für blöd”.

* Ich möchte gar nicht erst das Phänomen “morgens beworben, und um 11:00 ist der (einzige) Artikel weg” ansprechen. Ebenso soll dies davon handeln, dass sich Leute von günstigen Preisen zum Kauf eines untauglichen Gerätes verleiten lassen.
** Namen den Redaktion bekannt.
*** uepz = und ein paar Zerquetschte. Nachkommastellen entsprechen der Psychologie des Einkaufspreises, obwohl ich keinen Einkäufer kenne, der nicht gerne runde Einkaufspreise vereinbart.

Ebay einfach, Teil 3: Vorsicht Betrüger

 Lebenshilfe, Technik einfach  Comments Off on Ebay einfach, Teil 3: Vorsicht Betrüger
Dec 132010
 

Back from the vault – ja, es gibt uns noch. Anlass ist ein leidiges WordPress-Update (und Herr S. hat es nicht gemerkt).

Aber bei der Gelegenheit kann ich gleich eine aktuelle und vielleicht nützliche Beobachtung eines Betrugsversuchs bei Ebay berichten. Man ist ja so eingelullt von erfolgreichen Käufen, dass man evtl. blindlings in die Falle tappt.

Ausgangspunkt: GewerblicherVerkäufer (mit Adresse, Widerrufsbelehrung und pi-pa-po) bietet am Sonntag einen Artikel an. Ich bin gerade im “mal schauen, was sowas kostet”-Modus – zum Glück. Der Artikel (neu, OVP!) wird für eine nicht unbeträchtliche, aber reele Summe (600,-) versteigert. Nicht meine Preisklasse. Abgehakt.

Doch am Ende des Angebots kommt die berühmte “andere Artikel des Verkäufers”-Liste, und da wird man stutzig. Naja, nicht stutzig, aber neugierig. Ein Duzend weitere Artikel derselben (teilweise teureren) Art, alle neu und ab einem Euro. Und alle mit einer Laufzeit von gerade mal einem Tag. “Das könnte ein Schnäppchen werden”, denkt man sich – so schnell finden sich an einem Montag keine Käufer für diese Angebote.

Wer aber die Ebay-Grundregel “Gier macht blind” verinnerlicht hat, sieht sofort die Warnzeichen

  • Der Verkäufer hat bei gerade mal 50 Bewertungen schon eine negative. Bei einem Privatverkäufer ist das vielleicht Anfängerpech und Unerfahrenheit, bei einem gewerblichen ist es aber suspekt.
  • Nachgeschaut: Davon 49 Bewertungen alle aufgrund des gleichen 1-Euro-Artikels, und jetzt werden 600€ Geräte vertickt? ALARM.
  • Nur Überweisung als Zahlungsweise, kein Paypal. Das darf man erst ab 50 Bewertungen. Aha! ALARM!

Und während man sich noch Gedanken macht, trudelt 10 Minuten nach der gerade abgeschlossenen Auktion eine negative Bewertung ein: “Betrüger!!! Nicht zahlen!!!”.  Die Nachfrage beim Käufer fördert dieselben Überlegungen zutage, plus eine Recherche der vermeintlich registrierten Firma:

Hallo an alle, die Zweifel haben.
Dieser Verkäufer ist nicht registriert. Es gibt keinen Großhandel, die Steuernummer ist falsch.
Er bietet unmengen hochpreisige Neu Markenwaren ab 1 Euro für nur einen Tag an. Bietet kein Paypal an, bei überweisung ist das Geld weg.
Er bietet 4 Euro Versand an und hat nur gefakte Bewertungen.
Das alles lässt meinen guten Sachverstand nur zu einem Schluss zu.
Wieder mal ein Betrüger, der innerhalb von 3-4 Tagen 150000 euro  und mehr macht und dann verschwindet.
Ich möchte alle warnen, Geld an diesen Verkäufer zu überweisen.
Denn viele sehen nur den unglaublich günstigen Preis, den dann zum Albtraum werden kann.
Schöne Grüße

Sep 032010
 

Der “Comedian” Dieter Nuhr war bei mir immer in latent hohem Ansehen, was sicherlich teilweise aus meiner Unwissenheit herrührt. Ich schau mir “Comedy” nicht gezielt an. Herr Nuhr hat aber bei den wenigen Begegnungen mit der einen oder anderen schlauen Pointe und seinem verschmitzten Grinsen einen eher positiven Eindruck hinterlassen.

Die Fallhöhe war also nicht unbeträchtlich. Den Absturz hat er nun in meinen Augen hinter sich. Er hat dabei auch gleich noch den Boden der Gleichgültigkeit auf dem Weg in die Tiefen der Verachtung durchschlagen.

Der Grund: Herr Nuhr hat wohl ein “iPhone”. Und Herr Nuhr mehrt sein Ansehen (bzw. ruiniert es – man kann das halt nicht steuern) in den “Social Media”, also im “Web 2.0”. “Herr” Nuhr “twittert”.*

Ich bin ihm dafür überaus dankbar. Sein überaus populäres Engagement (über 60.000 Schäflein) illustriert in idealtypischer Weise alles, was an Twitter falsch ist. Der Soll-Ist-Vergleich legt es an den Tag.

Soll:

Ein Schaffender (Medien-, Entertainment-, Informations-, …) hat Einfälle, Informationen, Materialien. Er prüft, optimiert, bewertet, testet, formuliert, verdichtet, kritisiert, veredelt, verwirft, optimiert sie. Das Ergebnis lässt er mir zuteil werden – gerne auch gegen Geld.

Ist:

N. hat einen Einfall. Er twittert ihn gleich. 60.000 iPhone-Nutzer unterbrechen ihre Tätigkeit.***

Ich habe lange über ein besseren Vergleich nachgedacht, aber rausgekommen ist immer nuhr etwas aus dem Fäkalbereich. Gleichwohl: Twitter kommt mir vor wie ein Darmvirus**, der den Qualitäts-Schließmuskel lahmlegt. Am Ende kommt keine wohlgeformte Pointe zum passenden Zeitpunkt raus, sondern laufend dünnflüssiger Humordurchfall.****

Da gibt es auch eine schöne Grundregel dazu:

Less is more

* Wo, das soll jeder selbst rausfinden, ich werde dahin nicht verlinken. So weit kommt das noch …
** Nein, ich werde hier nicht versuchen, eine “Comedy”-Pointe zu bringen, um mich zum besseren “Comedian” aufzuschwingen. Zumindest hab ich mir diesen Artikel aber lange überlegt.
*** Die Einzige, die hiervon profitiert, ist vermutlich Frau N. Früher hat er ihr wahrscheinlich immer seine “witzischen” Einfälle gleich mitgeteilt. Wer ihm wohl das iPhone geschenkt hat? 👿
**** vgl. Logorrhoe

Und noch was zum Thema Schärfentiefe

 Professionalism, Technik einfach  Comments Off on Und noch was zum Thema Schärfentiefe
Aug 202010
 

Noch ein paar interaktive, gute gemachte Beispiele beim Objektiv-Hersteller Tamron gefunden, als Ergänzung zu meinem eigenen:

Vergleich von Brennweiten: Da sieht man beispielsweise, wie wenig sich zwischen 200mm und 500mm im Vergleich zum Bereich zwischen 18 und 200mm tut.

Simulation von Blendenstufen und Schärfentiefe: Da wundert mich, wie wenig Unschärfe die Simulation bei offener Blende anzeigt. Wenn der Hintergrund näher wäre, könnte man sicherlich die Unterschiede besser sehen.

Ergänzung zum Foto-WennDann: Blende und Schärfentiefe

 Technik einfach, Videobearbeitung  Comments Off on Ergänzung zum Foto-WennDann: Blende und Schärfentiefe
Jul 212010
 

Habe ein sehr nettes, interaktives Beispiel gefunden, welches zeigt, wie Blende und Schärfentiefe zusammenhängen.

Das ist natürlich als Simulation nicht 100% perfekt: Zum einen würden in der Realität bei großer Blende (kleine Zahl) auch Teile des Bären und der Fels im Vordergrund unscharf werden, zum anderen sieht man unter dem Bauch des Bären einen Teil des Hintergrundes, der auch nicht unscharf wird.

Also nicht bärfekt!

Drei Thesen zum gedruckten Buch

 Technik einfach, Zeitgeschehen  Comments Off on Drei Thesen zum gedruckten Buch
Jul 082010
 

Eine interessante Sammlung* von Aussagen prominenter Buchmenschen zur Zukunft des gedruckten Buches hat mich dazu bewogen, hier ein paar eigene Gedanken** zum Thema niederzuschreiben, die mich schon seit einiger Zeit bewegen.

Meinem Naturell gemäß sind meine Argumente für das gedruckte Buch eher grundsätzlich-analytisch-medienwissenschaftlicher Art. Schwurbelige Aussagen zur Haptik, Nostalgie und ähnlichem überlasse ich anderen***.

Es wird sicherlich der eine oder andere Aspekt noch auszubauen sein, aber hier sind mal meine drei Hauptthesen (Reihenfolge beliebig).

1. Buchseiten sind räumlich und parallel,
eBooks sind virtuell und sequenziell

Das hat verschiedene Konsequenzen. Eine sehr wichtige: Während man normalerweise ein Buch sequenziell liest, muss oder will man doch auch mal springen, Seiten parallel anschauen, Doppelseiten genießen etc. Oder man breitet zum Vergleichen, zum Studieren, oder zum Protzen zwei Quadratmeter Bücher vor sich aus. Das schafft auch auf lange Sicht keine App.

Dieses Grundprinzip rechtfertigt auch Buchhandel und Bibliotheken: Der blitzschnelle, gezielte Zugriff auf tausende von Büchern, der intuitive Zugang zum Media Container namens “Buchregal”, die unterschiedlichen, parallel verfügbaren Zugriffs- und Suchmöglichkeiten – das alles wird auf lange Zeit nicht so effizient auf einem Bildschirm möglich sein, trotz Coverflow.

2. Bücher sind ein Mittel der sozialen Interaktion

Dies wird sich zwar mit der Zeit wandeln, aber das gegenständliche Buch hat seinen festen Platz im menschlichen Miteinander. Kaufen, Schenken und Ausleihen gehen in ihrer Bedeutung weit über die reine Informationsbeschaffung hinaus. Damit werden auch Meta-Handlungen wie “eine Freunde machen”, “Belehren”, “den Horizont erweitern”, “Belohnen” oder “Beschämen” vollzogen.

Es wird wahrscheinlich (hoffentlich!) noch eine Weile dauern, bis man sich zum Geburtstag einen Schmuck-Link per Bluetooth überträgt. Vorausgesetzt natürlich, dass das geschriebene Wort auf absehbare Zeit überhaupt noch ein zentrales Kommunikationsmittel zur Vermittlung von Informationen und Ideen sein wird.

3. Bücher funktionieren auch ohne Strom

Die Reihenfolge ist doch nicht beliebig: Hier kommt mein Killer-Argument zum Abschluss. Ich beziehe mich dabei nicht (nur) auf den Weltenbummler, der im Urlaub “mal wieder so richtig 4 Wochen schmökern will”, um dann festzustellen, dass mitten in Indonesien sein E-Book-Reader den Geist aufgibt, oder auch nur der Strom nicht reicht****.

Viel wichtiger ist ein anderer Aspekt: Das physisch gedruckte oder geschriebene Wort (und Bild) ist eines der wenigen Kommunikationsmittel, welche sich unmittelbar und ohne Hilfmittel dauerhaft der menschlichen Sensorik erschließen. Steintafeln und Höhlenmalereien sind schon deshalb eine weitaus größere menschliche Errungenschaft als das Internet, weil sie erstmals abstrakte Ideen speichern und zugänglich machen konnten. Das gedruckte Buch ist die aktuellste Evolutionsstufe dieser Erfindung, und nicht das iPad.

Das heißt konkret: Es ist essenziell wichtig für jede Kultur, dass zentrale, lebenswichtige Informationen und Ideen zu jeder Zeit gedruckt vorliegen! Und nicht erst “on demand”. Jeder Leser und Besitzer eines gedruckten Buches trägt also dazu bei, dass essenzielle Grundlagen unserer Gesellschaft und Kultur redundant, wirtschaftlich und ausfallsicher reproduziert und gespeichert werden.

* Dazu bei Gelegenheit mehr.
** Auch wenn mich Herr.S jetzt wieder der Ernsthaftigkeit zichtigt – aber demnächst gibt es auch wieder mal ein Update zu den Fake Funny Road Signs, versprochen!
*** Auch wenn ich sie gut heißen mag.
**** Das iPad läuft mehr 10 Stunden am Stück – aber was ist das schon?

Kostenfalle bei Simyo: Surfen im Ausland

 Lebenshilfe, Zeitgeschehen  Comments Off on Kostenfalle bei Simyo: Surfen im Ausland
Jul 042010
 

Ganz so dick wie Kai Diekmann* von der BILD hat es mich nicht erwischt, aber in der Tat war ich von meiner Mobilfunkabrechnung nach zwei Tagen EU-Ausland überrascht: Die Datenkosten für ein paar Mal surfen (WM-Ergebnisse abrufen) lagen immerhin viermal höher als erwartet. Und dabei hatte ich mich extra noch vorher informiert. Demein!

Des Rätsels Lösung steckt wie immer im Detail: Während in Deutschland der Preis per MB angegeben, aber nach angefangenen 10kB-Blöcken abgerechnet wird (die sog. “Taktung”), wird er im Ausland nach 100kB-Blöcken abgerechnet. Der mündige Verbraucher soll dann offenbar von selbst (z.B. über seine horrende Rechnung) herausfinden, ein fehlender Hinweis auf die Taktung eine 100kB-Taktung bedeutet.

Und wenn dann das Handy mal eben auch nur 1kB herunterlädt, ist gleich schon wieder ein Nickel fällig. 😥

*den konnte ich mir nicht verkneifen

Business as usual

 Roadkill  Comments Off on Business as usual
Jun 182010
 

Freitag, 18.06.2010, 15:25. Jemand hupt. Mögliche Ursachen:

  1. Der einzige Serbe in der Straße
  2. Jemand hat wieder mal eine Ausfahrt zugeparkt
  3. Jemand hat dem einzigen Serben in der Straße die Ausfahrt zugeparkt

Der Unterschied lässt sich nicht feststellen.