Jun 142010
 

Liebe Leser*, wir feiern** im Blog eine neue permante Seite: Das “Foto-WennDann“-Erklär-Dingenskirchen. Ziel des Ganzen ist die Verdeutlichung der Zusammenhänge zwischen allen möglichen Parametern beim Fotografieren: Blende, Belichtung, Abstand, Perspektive, Licht etc.

Das Foto-WennDann* soll nur der Anfang sein. Um die Komplexität ein wenig zu reduzieren, sind Artikel im Blog geplant, die einzelne Zusammenhänge gezielt erläutern. Bereits realisiert ist auch eine Verlinkung mit dem interaktiven Teil: Wenn man dort einen Parameter ändert, wird künftig immer häufiger mal rechts unten bei “Foto-WennDann” der eine oder andere Link zu einem Artikel erscheinen. Dieser erklärt dann, was man denn da gerade macht.

Wenn ich die Zeit dazu finde.

* Pluralis optimisticus
** Euphemismus
*** Blöder Name, aber Google findet da noch nix – siehe auch hier

Jun 092010
 

Endlich mal was Nützliches: Ein Link, mit dem Leute, die nichts mit Facebook zu tun haben, sich von Facebook abmelden können.

Wie das? Facebook hat ja bekanntermaßen auch E-Mail-Adressen gespeichert und verwendet, die nicht direkt den Facebook-Benutzern zuzuordnen sind. Zu diesem Zweck verlockt Facebook seine Benutzer mit “Komfortfunktionen” dazu, ihre Mail-Adressbücher auf Facebook hochzuladen, um diese dann anderweitig zu verwursten.

Als potenzielles Opfer dieser Praxis (also generell alle Nicht-Facebook-Nutzer) kann man sich unter diesem Link abmelden – ohne jemals angemeldet gewesen zu sein. Aber dadurch hinterlässt man natürlich seine Mail-Adresse bei Facebook – die müssen ja wissen, wer nicht unwillentlich seine E-Mail missbraucht sehen möchte.

HALLO? GEHT’S NOCH GUT???

Ich muss mich bei einem Dienst abmelden, mit dem ich nichts zu tun habe? Ich hätte eine einfachere Lösung: Warum löscht Facebook nicht einfach (unter Aufsicht) alle Mail-Adressen, die nicht explizit von deren Benutzern angemeldet wurden – letzteres möglichst mit einem Double-Opt-In?* Kann es sein, dass Facebook die freiwillig und unfreiwillig abgegebenen Adressen nicht unterscheiden kann?

Apropos Double-Opt-in-und-out: Die Abmeldung erfordert ebenfalls keine Verifizierung bzw. Zustimmung des Mailbox-Besitzers. Hiermit seien alle aufgerufen, beliebige E-Mail-Adressen unter obigem Link einzugeben. Mal schauen, was passiert. 👿

* Zur Erklärung: Endgültige An- oder Abmeldung erfolgt erst, nachdem der rechtmäßige Besitzer der Adresse auf eine Bestätigungsmail in seiner Mailbox reagiert hat.

Feb 132010
 

Liebe Leser, freudig kann ich verkünden, dass mein kleines Experiment* gefruchtet hat. Eine Google-Suche über “Peter Bollin” listet uns schon auf Platz 3 hinter dem rührigen “Klaus-Peter Bollin” (not related), aber das schaffen wir auch noch.

Die Suche nach “Peter Bollin Mathematik” bringt uns sogar auf Platz 1 bei Google. Der Bärgeiz ist geweckt, vielleicht können wir ja mit diesem Artikel sogar das Ranking noch verbessern. Besser als die Sprechstunden im OAG sind wir jetzt schon.

Ich freu mich schon, wenn P.B. mal beim Ego-Googling hier landet. Nicht, dass das wahrscheinlich wäre, aber für alle Fälle schon einmal ein herzliches “Hallo”. Ich hoffe, er verzeiht mir, dass ich ihn ungefragt in ein wissenschaftliches Experiment eingebaut habe.

* mangels Konkurrenz, das gebe ich gerne zu

Feb 032010
 

Ich habe ja bereits von den “Mighty Optical Illusions” geschwärmt(*), und war auch ganz begeistert vom “Transparent Desktop Trick” – bis ich ihn mal selbst ausprobiert habe. Erkenntnisse:

  • Mit einem Notebook gar nicht so schwer: Notebook fotografieren, zuklappen, wieder fotografieren. Im Photoshop den Desktop-Hintergrund nach den Konturen des aufgeklappten Notebooks aus dem Hintergrund ausschneiden.
    • Schwierigkeiten bereiten lediglich das Licht (Reflexionen, Licht wird durch den Bildschirm verdeckt), Perspektive (Stativ!), Schärfe (manuell fokussieren) und die Verzerrung zu einem perfekten Desktop. Und natürlich die exakte Position beim Anschauen/Fotografieren des Effekts.
    • Bonuspunkte bekommen die Fotografen, die normale Monitore verwenden. Die muss man abbauen, und darf dabei nichts an der Umgebung verändern.
    • Noch mehr Bonuspunkte für eine Interaktion mit Menschen / Tieren, da muss man auf exakte Posen achten.
  • Die entscheidende Frage aber ist: Warum erst mühsam einen Desktop-Hintergrund bauen, wenn man das alles ohnehin in Photoshop zusammenklopfen kann, weil als Beweis ja eh ein Bild dient? Nachfolgend das Ergebnis einer 5-Minuten-Aktion, auf das Einmontieren eines freigestellten Desktops habe ich verzichtet.
Selbstgebauter transparenter Desktop

Illusion, not very optical

(*) Hat eigentlich schon jemand gemerkt, das ich wieder von den Fußnoten abgekommen bin?

Jan 242010
 

Update zum Artikel “Geräte laden am USB-Port“:

  • Erfolgreich ein bestehendes HAMA-Ladegerät umgebaut: Auf der Platine war deutlich zu sehen, dass die Datenleitungen der USB-Buchse einfach nur in Lötaugen eingelötet waren, ohne weitere Verbindung. Mit einem Tropfen Lötzinn verbunden, fertig!
  • Ein Ladegerät von Motorola mit (Mini-)USB-Ausgang hat sich als korrekt (=Nokia-tauglich) beschaltet herausgestellt.
  • Das folgende Bild zeigt den Prototyp für einen USB-Zwischenadapter für Nokia- und ähnlich anspruchsvolle Telefone. Die Isolierung besteht aus Heißkleber, nicht altem Kaugummi oder Rotz.

USB-Adapter für Ladegeräte und Nokia-Handys (Prototyp, Copyright, GEHEIM)

Jan 092010
 

Nachdem ich mit gestrigem Beitrag den letzten milde interessierten Leser verprellt habe, gibt es jetzt für die restlichen Pflichtleser (*) mal wieder was total nützliches.

Anlass: Mein Handy wird über USB-Kabel aufgeladen. Verschiedene Szenarien:

  • Rechner A: Handy lädt, egal ob der Rechner an oder aus ist
  • Rechner B: Handy lädt nur, wenn mit dem Rechner kommuniziert wird
  • Rechner C: Handy lädt gar nie nein nie nicht niemals am USB-Port.
  • USB-Ladegerät mit Orginal-USB-Ladekabel: Handy lädt nicht
  • Original-Ladegerät mit USB-Stecker: Lädt einwandfrei

Also wieder so eine Sch…-Geschäftemacherei, nachdem die EU die Hersteller ja per “Selbstverpflichtung” gezwungen hat, Geräte nur noch per USB zu laden? Muss ich nun doch wieder *zig Ladegeräte mit in den Urlaub schleppen?

Weit gefehlt (anschwellende Trompeten künden vom Triumpf): Ein wenig googlen (gugeln?) ergibt, dass es wohl (**) eine spezielle Spezifikation für USB-Ladegeräte gibt. Ein USB-Gerät erkennt wohl an einen Widerstand von 0 bis 200 Ohm zwischen den USB-Datenleitungen D+ und D-, dass es an einem speziellen Ladegerät hängt. Ein größerer Widerstand deutet hingegen auf eine Datenverbindung hin.

Das erklärt natürlich vieles: Zum Einen kann es sein, dass mancher Computer einen zu hohen Widerstand zwischen den Datenleitungen aufweist, und deshalb mein Handy nicht lädt. Zum Anderen haben die meisten USB-Ladegeräte natürlich nur die USB-Power-Leitungen beschaltet, und nicht die Datenleitungen. Wenn die nicht einmal beide auf Masse liegen, ist der Widerstand natürlich auch unendlich. So auch bei meinen USB-Ladern (nachgemessen).

Weiteres leitet sich aus dem normgerechten Verhalten von USB-Geräten ab: Ein USB-Gerät darf erst einmal nur 100 mA aus einer USB-Datenverbindung saugen, und erst nach Kommunikation mit dem Host-Gerät bis zu 500 mA. Mein Handy ist da besonders zurückhaltend und zieht erst einmal gar keinen Saft, bekommt aber mangels Datenkommunikation aus ruhenden Computern und USB-Ladegeräten auch keine Erlaubnis, zumindest die 500 mA abzuzapfen.

Abhilfe: Einen kleinen Zwischenstecker gebastelt (USB-Buchse auf -stecker) und darin die Datenleitungen (innere Kontakte) zum USB-Gerät hin (also an der Buchse) miteinander verbunden. Dabei nicht vergessen, auch die Abschirmung durchzuverbinden. Schon geht es mit dem Laden, weil nun das Gerät weiß, dass es an einem Ladegerät hängt.

Warnung: Den Adapter in Datenverbindungen (also am PC) nicht einsetzen, das verursacht streng genommen einen Kurzschluss auf den Datenleitungen! Und auch nicht einsetzen bei Geräten, die eigentlich gut laden! Verwendung auf eigene Gefahr!

Zu letzterem auch noch eine Anmerkung: Das Ganze könnte auch der Behauptung von Herrn S. Aufwind geben, dass bestimmte Geräte am PC oder an universellen USB-Ladegeräten schlechter, d.h. langsamer als am Original-Ladegerät laden. Hypothese: Das Gerät weiß (PC) bzw. denkt (Ladegerät), dass es an einer Datenleitung hängt, und saugt nicht mehr als die erlaubten 500 mA (oder nur 100, je nach Konformität), obwohl es > 1A bekommen könnte.

Ipod-User scheinen übrigens dasselbe Problem zu haben, aber da kauft man ja gerne stylisches Original-Zugehör. :mrgreen:

(*) also Herr.S
(**) nach neuem EU-Recht, harharhar

Wie Du mir, so ich Dir noch lange nicht

 Lebenshilfe, Professionalism, Technik einfach  Comments Off on Wie Du mir, so ich Dir noch lange nicht
Nov 282009
 

Immer wieder wundert(*) man sich über das Geschäftsgebahren von Firmen, insbesondere aus der Telekommunikationsbranche. Wenn man nur am Telefon an der falschen Stelle hustet, oder überhaupt abnimmt, hat man schon einen Superflatgigavertrag über 200 Jahre. Wenn man den aber kündigen will, muss man persönlich und nackt mit seinem verstorbenen Großvater bei der Niederlassung in Katmandu vorsprechen, weil man vor 189 Jahren (nicht vergessen: Kündigungsfrist 10 Jahre und 8 Tage, wegen der Neigung der Erdachse) das “branchenübliche” Kleingedruckte nicht gelesen hatte.

Aktuelles Beispiel: Simyo sperrt wegen “Nichtaktivität” eine Prepaid-SIM-Karte. An sich schon frech, aber in den AGB so enthalten (hab ich nicht gelesen, schön blöde), und ich brauch die Karte ja nur für Notfälle (jetzt nimmer, es gibt andere Anbieter ohne “Aktivitätszeitfenster”). Aber da war noch Guthaben drauf! Mein Geld! Dabei am Rande: Als “Aktivität” gilt bei einem Telefonieanbieter nicht “Telefonieren”, sondern “Guthaben aufbuchen”. Wer braucht noch deutlichere Angaben zur Rolle des “Kunden” in dieser Geschäftsbeziehung?

Einziger Anhaltspunkt für mein Verhalten nach der Sperrung ist ein Hinweis in den AGB (sinngemäß): “Nach Ende des Vertragsverhältnisses ist die SIM-Karte zurückzusenden”. Also denk ich mir, wenn ich meinen Part erfülle, dann erfüllen die auch ihren, und schicken mir mein Geld. SIM-Karte hingeschickt, und was kommt? Ein Formular über drei Seiten, mit dem die Rückzahlung beantragen kann. Mit Bankverbindung, Ausweiskopie, Rücksendung der SIM-Karte (HAB ICH SCHON!) und verbindlicher Erklärung, dass wir danach geschiedene Leute bzw. TK-Unternehmen seien. Naja, das scheint ja nochmals gut zu gehen. Dass ich das Formular auf der Website nicht gefunden habe, mag daran liegen, dass ich keine Lust habe, auf einer Website zu suchen, die 80% aus Neukundenwerbung, 20% aus Bestandskundenservice und 0% aus Angeboten für Ex-Kunden besteht.

Was aber hängen bleibt ist die Aussage von oben: Ich kann mich nicht erinnern, beim Kauf der SIM-Karte solch einen Aufwand betrieben zu haben. Da reichte, glaube ich, meine Bankverbindung auch gleich noch als Identitätsnachweis. Und das alles lag ja Simyo schon lange vor. Wenn die Angaben bei der Rückerstattung also alle “zum Schutz meines Guthabens” dienen, dann gilt wohl dieser Schutz nur, wenn mein Guthaben vor meinem Zugriff zu schützen ist.

Jetzt bin ich gespannt, wann und ob mein Guthaben vollständig ankommt. Anderswo habe ich bei einem Anbieter gelesen, dass die Erstattung von (Bonus-) Guthaben 6,20 Euro Gebühren kostet. Ich glaube, es war Discotel, aber legt mich nicht fest. Offenbar haben die das mittlerweile auf 0€ gesenkt. Oder ich hab was im Kleingdruckten überlesen 🙄

* naja, eigentlich wundert man sich nicht mehr – das sagt man halt so

Sep 262009
 

Weil mein gut gemeinter Vorschlag unwahrscheinlicher als ein Lottogewinn ist, werde ich ab jetzt in lockerer Folge mein Training als MMPAÜ offen legen.

Lektion 1:

Websession USB-Stick Art. Nr.: 1235955
BEREITS AB € 0,49 INS INTERNET (18)

29,-

(18) Dieser Stick ist so günstig, weil er nur mit der mitgelieferten CallYa-Karte funktioniert.(a) Wenn Sie den Stick mit anderen Karten nutzen möchten, gilt: € 100 zuzahlen oder 24 Monate warten.(b) Die mobile Datennutzung über den APN (Zugangspunkt) event.vodafone.de (c) erfolgt in vorausbezahlten WebSessions für bestimmte Zeiteinheiten. Einmal begonnene WebSessions werden unabhängig von der Nutzung nach dem gebuchten Zeitraum beendet.(d) Eine WebSessions im dt. Vodafone Netz wird unabhängig von der gebuchten Zeit nach Ausschöpfung eines Datenvolumens von 1GB für Download und Upload beendet.(e) Für die Nutzung im dt. Vodafone Netz gelten bis zum 31.09.2009 folgende Preise: 15 Min. 0,49€, 2 Std. 1,95 € oder 7 Tage 9,95 €, danach erfolgt die Abrechnung zu folgenden Preisen: 30 min €1,95, 1 Std €2,95, 24 Std €4,95.(f) Für die Nutzung ist ein Mindestguthaben in Höhe des Nutzungspreises erforderlich.(g) Datenübertragungsrate ist standort- und netzabhängig. Das VodafoneUMTS-Netz ist bereits in über 2.500 Städten und Gemeinden verfügbar.(h) Infos zur individuellen Netzabdeckung sind unter www.vodafone.de abrufbar. Die SIM-Karte ermöglicht nur paketvermittelte Datendienste im UMTS- und GPRS-Netz, andere, insbesondere leitungsvermittelte Dienste sind deaktiviert.(i) Die Nutzung von WebSessions für Voice over IP und Peer-to-Peer ist nicht gestattet.(j) Sonderdienste/nummern werden abweichend tarifiert.

Und hier die Übersetzung (Tipp: Text mit der Maus markieren):

(a) OK, kein Problem, daran hat sich das Volk gewöhnt.

(b) Als ob das eine Alternative sei. So einen Stick gibt es schon für € 60,- auf Ebay

(c) Uh-oh, eine Festlegung auf einen speziellen Event-APN. Wenn man den normalen von Vodafone nimmt, wird es wahrscheinlich richtig teuer …

(d) Harmlos und OK.

(e) AHA, Pferdefuß Nummer eins: Download bricht wegen Zeit oder Datenvolumen ab. Wenn ich nach Zeit bezahle, sollten die Daten nicht beschränkt sein.

(f) Der Hammer! Maximal eine Woche (1) gilt das tolle Angebot, danach wird es um 100%, 200% bzw. 350% teurer. Nennt man so etwas nicht “Wucher” und “übermäßiges Anlocken”?

(g) Das kennt man ja schon: “Prepaid” heißt “zinsloses Darlehen” für den Mobilfunkprovider.

(h) Wieviele Städte und Gemeinden gibt es in Deutschland?

(i) Sprich: Mit der Karte kann man nicht telefonieren. Da sind andere weiter.

(j) Und wieder so eine Einschränkung. “Nicht gestattet” ist alles, was Spaß macht und Nutzen bringt.