Ergänzung zum Foto-WennDann: Blende und Schärfentiefe

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Jul 212010
 

Habe ein sehr nettes, interaktives Beispiel gefunden, welches zeigt, wie Blende und Schärfentiefe zusammenhängen.

Das ist natürlich als Simulation nicht 100% perfekt: Zum einen würden in der Realität bei großer Blende (kleine Zahl) auch Teile des Bären und der Fels im Vordergrund unscharf werden, zum anderen sieht man unter dem Bauch des Bären einen Teil des Hintergrundes, der auch nicht unscharf wird.

Also nicht bärfekt!

Oct 052009
 

Sehr schöner Kommentar zu Twitter:

Verlinkt von www.dilbert.com, unterliegt fremdem Copyright

Verlinkt von www.dilbert.com, unterliegt fremdem Copyright

Daran kann man durchaus grundsätzlich die Frage anschließen, wieviele Twitter-Benutzer sich darüber empören, wie sehr die Video- und sonstige Überwachung um sich greift? Und wieviele Paparazzi-scheue (Halb-) Promis trotzdem wie wild intime Details auf Twitter preisgeben?

Jul 222009
 

Eigentliches Thema war folgendes: Schreibt doch ab und an der “renommierte Journalist und Blogger” Peter Glaser (in Anführungszeichen nicht als Herabsetzung, sondern weil ich a. zu faul war, das Zitat auch nur im Ansatz nachzuprüfen, und b. das auch nur aus dem Gedächnis wiedergebe) … – Mist, Faden verloren.

Also nochmal: Da schreibt “er” (s.o.) ab und an in der Rubrik “Entdecken” eine Kolumne über seine “Reisen durch die digitale Welt”, und danach wird schön auf sein Blog auf der Website der Stuttgarter Zeitung verwiesen. Also der Haus- und Hof, Leib- und Magen, Nagel- und Kopf sowie Faust- und Auge-Blogger der Stuttgarter Zeitung. Wird fürs Surfen und Denken bezahlt, was für ein Leben.

Anlass dieses Artikel ist meine übliche Verarbeitung der morgendlichen Zeitungslektüre. Heute schreibt Herr Glaser über Bücherverbrennungen. Und schreibt so, wie er surft: In wilder Assoziation scheinen die Themen von Klick zu Klick zu wechseln. Dabei gleichen die Abfolge und die Zusammenhänge der Konsistenz einer Google-Ergebnisliste (“Meinten Sie Bücherverbannung?“). Mir nimmt das eines meiner Haupt-Unterscheidungskriterien zwischen gedrucktem und digitalem Journalismus aus der Hand, denn ich behaupte immer, vor dem Druck sei in der Regel die Beschäftigung mit einem Artikel intensiver, was die Überarbeitung, Gliederung etc. angeht. Nichts davon ist hier zu sehen. Selbst wenn man es als Glosse / Kolumne / Meinung / Reisebericht liest.

Nun kann es ja sein, dass nur mir das so vorkommt, deshalb wollte ich zum Nachlesen einen Link auf diesen Artikel setzen. Den fand ich leider nicht im Blog von Herrn Glaser, aber dafür ein anderes Phänomen:  Schon die Startseite ist vollgestopft mit ellenlangen Listen von eingebundenen Youtube/Vimeo/Sonstwas-Videos. Das eine oder andere witzige ist dabei, viel Abstruses, vielleicht auch Sinnvolles, aber mein Rechner bricht unter der Last von 30 Flashs auf einer Seite fast zusammen. Und das alles als Ausbeute von einem Tag! Montag!

Das mag nur eine Ausnahme sein, aber zu weiteren Recherchen hatte ich keine Lust mehr. Man stelle sich aber Herrn Glasers Tag vor: Den ganzen Tag Youtube glotzen und bezahlt werden. Herr.S, wäre das nichts für Sie?

USB-Mikrofonie, Teil 1: Der Weg ist das Ziel

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Jul 072009
 

(Als Teil 1 bezeichnet  in der Hoffnung, dass es noch mehr werden. Das Potenzial ist da, siehe unten.)

Hier berichte ich in loser Folge von meinem neuesten Projekt: Sprachaufnahmen am PC, natürlich mit einem Mikrofon.

Genauer gesagt stehen 3 Anwendungen im Vordergrund: Podcasts, Vertonung von Screencasts, und nicht zuletzt die Verwendung bei VOIP (SIP und Skype, dann hab ich alle Buzzwords zusammen). “Screencast” muss ich vielleicht noch erklären: Dabei handelt es sich um die Aufzeichung von Abläufen auf dem Bildschirm – in der Regel, um eine Software zu erklären. E-Learning ist da das Thema (Buzzword-BINGO!). Eine der besten Softwares dafür ist Camtasia.

Dieses Thema hat bei mir eine lange Vorgeschichte, die ich aber in einigen wenigen Glaubensgrundsätze zusammenfassen möchte. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die in Computer eingebaute Audio-Hardware zu guten Sprachaufnahmen nichts taugt. Das geht Hand in Hand mit der Tatsache, dass die meisten günstigen Mikrofone Schrott sind. Und Headsets sowieso. Der letzte Beweis war ein teures Lenovo T61 Notebook. Mehr als Schrott, aber nicht richtig gut.

Meist liegt dies daran, dass die elektrischen und akustischen Eigenschaften von PC-Mikrofoneingängen und Mikrofonen (oder bei Notebooks sogar des eingebauten Mikrofons) nicht oder nicht gut aufeinander abgestimmt sind. Die Folgen:

  • Keine oder unzureichende Phantomspeisung für Kondensatormikrofone
  • Niedrige oder (selten) zu hohe Empfindlichkeit der Mikrofone
  • Beim Zuschalten des Mikrofonverstärkers auf der Soundkarte zu hoher Rauschanteil im Signal
  • Aufnahme von Eigengeräuschen und Schwingungen des Rechners, vor allem bei Notebooks (Festplatte)
  • Undefinierte Richtcharakteristik der Mikrofone, die mehr Nebengeräusche als Nutzsignal aufnehmen (oder Echos produzieren)

Diese Liste ließe sich endlos verlängern, aber der Frust wächst beim Berichten überproportional, deshalb gleich zum Positiven. Ein erster Lichtblick war eine Webcam, die ich mir irgendwann im Jahr 2003 zugelegt habe: Eine Philips Vesta PCVK675. Neben der (immer noch) guten Bildqualität hat mich bei dieser Kamera vor allem begeistert, dass das eingebaute Mikrofon problemlos alles aufnehmen konnte, was sich vor der Kamera befand – bis weit in den Raum hinein.

Das lag eben daran, dass es sich um ein USB-Mikro handelte (oder besser handelt: Ich habe immer noch 3 Vestas in Betrieb). Die Soundkarte ist da quasi mit dem Mikrofon gekoppelt, der Rechner erhält über USB die fertigen, digitalen Daten, statt leidlich normierter analoger Impulse. Für mich ist das ein bestechendes Prinzip, denn so kann der Hersteller (theoretisch) die elektrischen Daten von Mikro und eingebauter USB-Soundkarte perfekt aufeinander abstimmen. Das Ergebnis war zwar bei der Vesta nicht berauschend (lies: es  war berauschend), aber in der Praxis hatte ich nie zuvor so guten Ton mit so wenig Problemen. Anmerkung nebenbei: Gute Mikrofone sind bei guten Webcams mittlerweile gang und gäbe.

Nächster Meilenstein auf dem Weg zu Erleuchtung Erhörung war der Logitech Easycall Desktop, der leider auch nicht mehr vertrieben wird. Im drahtlosen Maus- und Tastaturempfänger ist ein USB-Freisprechtelefon eingebaut, welches den Preis von 40 Moppen (Lasermaus, Tastatur, Headset, Freisprecheinrichtung) mehr als rechtfertigt. Das bestechende bei dieser Kombination von Ton-Ein- und Ausgabe in einem Gerät ist die Möglichkeit, störende Echos beim Freisprechen direkt im Gerät zu unterdrücken. Das Ergebnis: Freisprechen mit Skype und dem Logitech Easycall ist wirklich so, als wäre das Gegenüber … nun ja … eben gegenüber. Das hat auch etwas damit zu tun, wie Skype noch den Ton verbessert, aber dazu vielleicht später mehr. Fakt bleibt, dass Freiskypen fast nicht besser geht.

Mit dem Logitech-Gerät war dann erst einmal für die Telefonie ein guter Stand erreicht – bis mich das Screencast-Fieber packte. Einfacher und nachhaltiger als mit Bildschirmvideos kann man jemanden eine Software nicht beibringen (und danach seine Ruhe haben). Die Hardware schien ja bereits vorhanden: Ein gutes Mikrofon für die Sprachaufnahme enthält ja das Logitech-Speakerphone, also muss man nicht mal ein doofes (analoges) Headset tragen, in das man doch am Ende nur asthmatisch reinkeucht. Alles geritzt? Von wegen!

Was beim Skypen noch nach authentischen Raumklang klang (… klang klang klang …),  klingt im aufgezeichneten Video nach Turnhalle. Damit war die Zielsetzung klar. Ein Mikrofon muss her, mit folgenden Eigenschaften:

  • USB-Technologie, um die geschilderten Abstimmungsschwierigkeiten zu vermeiden
  • Ausreichende Emfindlichkeit für Raumaufnahmen, Podcasts und dergleichen, so dass man für einen ordentlichen Aufnahmepegel nichts ins Mikro beißen oder schreien muss
  • Unterdrückung (oder besser: Gar nicht erst die Aufnahme) von Störgeräuschen
  • Hervorragender Klang (klar)

Oder zusammengefasst: Über 100-Euro. Mindestens! Uh-oh!

Fortsetzung folgt.