Archive for category Zeitgeschehen

Neues von der Peter Bollin-Optimierung

Liebe Leser, freudig kann ich verkünden, dass mein kleines Experiment* gefruchtet hat. Eine Google-Suche über “Peter Bollin” listet uns schon auf Platz 3 hinter dem rührigen “Klaus-Peter Bollin” (not related), aber das schaffen wir auch noch.

Die Suche nach “Peter Bollin Mathematik” bringt uns sogar auf Platz 1 bei Google. Der Bärgeiz ist geweckt, vielleicht können wir ja mit diesem Artikel sogar das Ranking noch verbessern. Besser als die Sprechstunden im OAG sind wir jetzt schon.

Ich freu mich schon, wenn P.B. mal beim Ego-Googling hier landet. Nicht, dass das wahrscheinlich wäre, aber für alle Fälle schon einmal ein herzliches “Hallo”. Ich hoffe, er verzeiht mir, dass ich ihn ungefragt in ein wissenschaftliches Experiment eingebaut habe.

* mangels Konkurrenz, das gebe ich gerne zu

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Plädojee für Tee

Ein kürzlich abgegebener Kommentar hat mich zu einer Betrachtung von Modetees verleitet (vgl.: verlitten), tauchen doch seit einiger Zeit nach einem Abebben* der Roibusch-Welle** sogenannte “kreative Teemischungen” in den Supermärkten und Cafeteria-Teebars auf.

Mache sich jeder selbst ein Bild:

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Marketing-Berater (Lieblingstee “Kratzt Am Hals” von Lipton) eine Retro-Teewelle ausruft, und mit dann längst vergessenen Oldschool-Namen wie “Pfefferminz” oder “FAK” (Fenchel-Anis-Kümmel) bei seinem Auftraggeber die eine oder andere Million abgreift.

Abgesehen davon, dass man besonders am Arbeitsplatz sich genau überlegen muss, welchen Tee man trinken oder anbieten kann (ich denke da an “Klarer Kopf” oder “Oase der Aktivierung”), fallen mir zum aktuellen Trend natürlich sofort neue Namenskreationen**** ein.

Wie wäre es mit “Oase der Gleichgültigkeit”, “Wadi der Inneren Emigration”, “Wasserstelle der Nutzlosen Meetings”, und “Bekämpf den Kater”, “Ertrag den Klugscheißer” oder “Mach Dich Nackig”? Vorschläge herzlich willkommen!

* cooles Wort
** oder Roiboos, wie wir Profis*** sagen
*** oder Pros, wie wir Deppen sagen*****
**** Der Tee ist eh immer derselbe
***** The Return of the Mighty Footnote


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Turned off by Robbie Williams

Bei aktuellen “turned-off” Stück vom Wochenende lässt sich sogar die Entstehungsgeschichte rekonstruieren

You know me von Robbie Williams

(vgl. das Video auf Youtube)

Vermuteter Dialog zwischen dem Manager und dem Produzenten

Mensch, nur 6 Stücke diesmal, das können wir doch nicht als volles Album verkaufen!

Dann nehmen wir halt noch 3 Stücke vom Abfall dazu!

Und wenn wir dann noch eines davon als Single verkaufen müssen?

Dann stecke ich Robbie in ein Hasenkostüm, das geht immer!

“You know me” war garantiert das dritte der drei Stücke.

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Suchmaschinenoptimierung mit Peter Bollin

Ein kleines Abfallprodukt eines kürzlich veröffentlichten Artikels, der sich in einer Fußnote auf den berühmten, aber verkannten Mathematiker und Physiker Peter Bollin (lebend) bezog: Warum nicht mal eine Suchmaschinenoptimierung in dieser Richtung wagen?

Zu schlagen sind die Schwäbische Post (40 Jahre Jubiläum, wegen des Wettbewerbs nicht verlinkt), die Lehrersprechzeiten des Ostalb-Gymnasiums (dito [ohne tschö]), und ein Klaus-Peter Bollin, der gar nichts damit zu tun hat. Das Vorbild ist die “Hommingberger Gepardenforelle“. Mal schauen, was sich da erreichen lässt.

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“Dito. Tschö!”

Mit kurzem “ö”. Das, liebe Leser, ist die derzeit hippste Erwiderung (*) auf ein “Schönes Wochenende” durch die Kassenkraft in der Herrenmode-Abteilung vom Breuninger. Und wir haben es als erstes gemeldet.

(*) Zumindest unter angesagten Clubgängern, die wohl 35 sind, aber aussehen wie 45, gerne 25 wären und sich deshalb verhalten wie mit 15. Und rote Ledergürtel kaufen.

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Ein Gedanke zu Weihnachten

Merken eigentlich die Leute, die über die Kommerzialisierung, Entsinnlichung, Verweltlichung und Ritualisierung des Weihnachtsfestes lamentieren, nicht, dass Sie selbst schon längst ein Teil dieses Treibens sind?

Ups, erwischt :oops:

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Otto-Katalog: Super Verarsche, ey

Der Artikel über den Abschied vom Otto-Katalog musste erst von der Startseite dieses Blogs verschwinden, dass ich mir über die wahre Bedeutung Klarheit verschaffen konnte. Zwei Thesen bieten sich an:

  • Erste Auslegung: Cool! Futuristischer, einfühlsamer Schwanengesang. “Herbst” steht für Ende unserer Kultur, Tod, Verwesung, Stille. Das Ende des Otto-Versands als Mahnmal für zukünftige Generationen. Wo soll derjenige, der als letzter das Licht auf der Erde ausmacht, seine Klamotten bestellen?
  • Zweite Auslegung: QUELLE, nicht OTTO! Deeeeeeeeeeeep! Dööööööfki! :twisted:

Entscheide sich jeder selbst für eine Version.

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Die EnBW, der Bock und der Gärtner

Zeitungsbeilage der EnBW gestern morgen: Die Broschüre “Wir machen Baden-Württemberg zum Energie-Musterland”. Schön, mal eine Zusammenfassung der Ideen in die Hände zu bekommen, die die EnBW zum Thema “nachhaltige Energiewirtschaft” hat:

  • Intelligente Stromzähler beim Kunden
  • Eine Website mit Tipps zum Energiesparen
  • Hinweise zum Gebäude-Energieausweis
  • Luft-Wärme-Kopplung zur Heizwärme-Gewinnung
  • Beratung für Unternehmen bei der Senkung von Energiekosten

Nicht, dass das nicht alles sinnvolle Maßnahmen wären. Ist auch klar, dass hier nur der Endkunde angesprochen wird, und nicht der Investor für Offshore-Windparks oder Gezeitenkraftwerke. Und ich mache mir auch sonst keine Illusionen: Das sind alles Maßnahmen, die das Kerngeschäft der EnBW sichern/fördern/nicht wesentlich gefährden.

Ich möchte damit etwas anderes belegen, liebe konservativ-liberale Regierungsparteien: “Laufzeiten von Kernkraftwerken verlängern, damit die private Energiewirtschaft mit den Zusatzgewinnen die Entwicklung alternativer Energieformen vorantreiben kann”? Schöne Idee, aber damit wird keine einzige Energieform entwickelt, die uns von der EnBW unabhängiger machen kann. Blockheizkraftwerke, Solarstrom? Eher wird noch das Energie-Einspeisegesetz per Lobby zu Fall gebracht.

Dream on, liebe CDU. And sit you ass wide in the EnBW Aufsichtsrat.

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Erklär mir die Welt Teil 1: Die Börse

Schon wiiiiieder Klugscheißerei? Weit gefehlt, eine Bitte! Ein Hilferuf sogar! Kann mir das jemand mit der Börse erklären?

Also der Reihe nach die Faktenfaktenfakten: Der DAX befindet sich auf dem Höhenflug, hat seit Jahresanfang um 60% zugelegt. Trotz schlechter Wirtschaftszahlen und nochundnöcherner Hiobsbotschaften. Bin ich naiv, wenn ich nicht verstehe, was da gerade passiert? Oder nur allzu normal?

Jetzt habe ich ja bis weit in mein viertes Lebensjahrzehnt hinein geglaubt, dass die Börse vor allem zwei Dingen dient:

  • Preise über Angebot und Nachfrage auszuhandeln, beispielsweise an den Rohstoffbörsen
  • Sich mit Aktien (=Anteilen) an einem Unternehmen zu beteiligen, und dann per Dividende und Wertsteigerung an dessen wirtschaftlichem Erfolg (vulgo: Gewinn) teilzuhaben

Blöde? Naiv? Jaaaaa!

Wenn man dem Kommentar der Stuttgarter Zeitung von heute glauben darf (wer eine bessere Erklärung hat, nur zu!), sind die aktuellen Kursanstiege darauf zurückzuführen, dass die institutionellen Anleger einfach momentan zu viel Geld haben, und nicht wissen wohin damit. Anlageformen wie Tagesgeld, Anleihen und Gold sind angesichts niedriger Krisenzinsen und hoher Goldpreise offenbar ausgelutscht.

Mein Tipp: Man könnte ja auf die blöde Idee kommen, Kredite an produzierende Firmen zu vergeben, oder sich anderweitig unmittelbar an der Wirtschaft zu beteiligen, so dass es deren Liquidität oder Kapitaldecke zugute kommt. Aber mit echter Wertschöpfung und unternehmerischem Risiko macht sich niemand die Finger schmutzig, wenn er nicht muss. Und die Renditen sind dabei ja sowas von lachhaft.

Bleibt nur die Investition in diejenigen Börsenwerte, die marginal weniger schlechte Nachrichten als andere hervorbringen. Für mich sieht das dann nicht so aus, als ob sich der Anleger am unternehmerischen Erfolg beteiligt (legitim), stauchelnde Unternehmen stützt (noch legitimer), oder neue Geschäftsideen nachhaltig fördert (auch gut). Vielmehr wettet man mit dem Geld fremder Leute auf Gerüchte, und hofft, das immer noch jemand a.) später b.) dümmer ist als man selbst.

Und das alles offenbar nur aus Langeweile, weil man als Börsianer einfach nichts anderes machen kann als “Geld anlegen”. Nebengedanke: Hat eigentlich schon jemand über Kurzarbeit an der Böse nachgedacht? Einfach früher heimgehen, weil es nix zu handeln und zu beteiligen gibt?

Wenn das alles so stimmt, hatten wir das schon einmal. Oder mehrmals. Man bestätige mir bitte folgende These: Die Börse wurde einmal als Abstraktion der Realwirtschaft ersonnen. Mittlerweile ist die Abstraktion aber so abstrahiert, dass sie mit der Realwirtschaft nichts mehr verbindet – bis auf den Schaden, den sie anrichtet.

Wenn das also wirklich stimmt, dann kann ich mein Geld endlich sinnvoll (z.B. in Whisky) anlegen.

:sad:

Und demnächst an dieser Stelle:
Erklär mir die Welt Teil 2: Dotcom Bubble 2.0

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