Viele Nullen im Ausland

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Jun 082010
 

Hurra, mir ist das Thema von gestern wieder eingefallen!

Ja, dies ist wirklich ein Beitrag über die Urlaubszeit, wie der Titel schon vermuten lässt. Anlass ist aber nicht (wie so oft) das Benehmen der Deutschen im Urlaub, sondern ein Zitat aus der aktuellen c’t (auch Nerd’s Review) 13/2010, Seite 110, welches ob seiner Monstrosität einer genüsslichen, langatmigen Ausarbeitung bedarf.

Da steht so ganz nebenbei zu lesen:

Wer 2 Gigabyte herunterlädt, muss dafür also so viel bezahlen wie für ein Einfamilienhaus in ordentlicher Lage.*

Das ist leider nicht so einprägsam wie “SURFEN MACHT ARM”, aber das Ergebnis ist dasselbe. Und das kommt so:

Im Ausland, dem außereuropäischen besonders, kann die Übertragung von Daten per Mobilfunk richtig teuer werden. Da ist es gut, wenn man seine Nullen im Griff hat. Das angeführte Rechenbeispiel geht von einem (real existierenden) Tarif aus, der außerhalb der EU “0,16 € pro kB” verlangt. Viele Altverträge haben übrigens ähnliche Preise, die noch aus Zeiten vor iPhone & Co. stammen und nicht automatisch angepasst werden.

Das heißt: 16 Cent pro Kilobyte. 1 Kilobyte sind 1024 Byte, das klingt nach viel, ist es aber nicht. 1 Megabyte sind über eine Million Byte, das klingt nach viel – ist es aber auch nicht wirklich. 1 Gigabyte sind eine Milliarde Byte: Das ist viel! Viel Geld! Vergleichen Sie selbst (mit Faktor 1000 statt 1024):

1 kurze E-Mail: 2 kB = 32 Cent = 0,32 €
1 normale Webseite: 200 kB = 3.200 Cent = 32 €
10 Webseiten: 2 MB =  32.000 Cent = 320 €
1 Youtube-Video mit 3 Minuten: 12 MB = 192.000 Cent = 1.920 €
1 Kinofilm anschauen: 1 GB =
16.000.000.000 Cent = 160.000.000 €
Mein monatlicher Datentransfer: 12 GB = 1.920.000.000 € (1,9 Mio €)

Man stelle sich mal den einsamen iPhone-Besitzer an der Hotelbar in Bali vor, wie er versucht, einer scharfen Braut mit Hilfe eines Lena-Videos von Youtube (12MB) klarzumachen, aus was für einem tollen Land er kommt. Tipp: iPhone stecken lassen, eine Flasche Wöff Klicko kaufen. Kommt mit ca. €700 deutlich billiger.

Eine gute Seite hat das Ganze jedoch: Laden Sie im Fernurlaub so viele Musikstücke illegal herunter, wie Sie können. Die Urheberrechtsverletzung wird Ihr kleinstes Problem sein 👿 .

* Wo kommt die Zeitschrift raus? Hannover? Das erklärt den lächerlichen Preis für die “ordentliche Lage”

Suchmaschinenoptimierung mit Peter Bollin

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Jan 262010
 

Ein kleines Abfallprodukt eines kürzlich veröffentlichten Artikels, der sich in einer Fußnote auf den berühmten, aber verkannten Mathematiker und Physiker Peter Bollin (lebend) bezog: Warum nicht mal eine Suchmaschinenoptimierung in dieser Richtung wagen?

Zu schlagen sind die Schwäbische Post (40 Jahre Jubiläum, wegen des Wettbewerbs nicht verlinkt), die Lehrersprechzeiten des Ostalb-Gymnasiums (dito [ohne tschö]), und ein Klaus-Peter Bollin, der gar nichts damit zu tun hat. Das Vorbild ist die “Hommingberger Gepardenforelle“. Mal schauen, was sich da erreichen lässt.