Feb 032010
 

Ich habe ja bereits von den “Mighty Optical Illusions” geschwärmt(*), und war auch ganz begeistert vom “Transparent Desktop Trick” – bis ich ihn mal selbst ausprobiert habe. Erkenntnisse:

  • Mit einem Notebook gar nicht so schwer: Notebook fotografieren, zuklappen, wieder fotografieren. Im Photoshop den Desktop-Hintergrund nach den Konturen des aufgeklappten Notebooks aus dem Hintergrund ausschneiden.
    • Schwierigkeiten bereiten lediglich das Licht (Reflexionen, Licht wird durch den Bildschirm verdeckt), Perspektive (Stativ!), Schärfe (manuell fokussieren) und die Verzerrung zu einem perfekten Desktop. Und natürlich die exakte Position beim Anschauen/Fotografieren des Effekts.
    • Bonuspunkte bekommen die Fotografen, die normale Monitore verwenden. Die muss man abbauen, und darf dabei nichts an der Umgebung verändern.
    • Noch mehr Bonuspunkte für eine Interaktion mit Menschen / Tieren, da muss man auf exakte Posen achten.
  • Die entscheidende Frage aber ist: Warum erst mühsam einen Desktop-Hintergrund bauen, wenn man das alles ohnehin in Photoshop zusammenklopfen kann, weil als Beweis ja eh ein Bild dient? Nachfolgend das Ergebnis einer 5-Minuten-Aktion, auf das Einmontieren eines freigestellten Desktops habe ich verzichtet.
Selbstgebauter transparenter Desktop

Illusion, not very optical

(*) Hat eigentlich schon jemand gemerkt, das ich wieder von den Fußnoten abgekommen bin?

USB-Mikrofonie, Teil 1: Der Weg ist das Ziel

 Technik einfach, Videobearbeitung  Comments Off on USB-Mikrofonie, Teil 1: Der Weg ist das Ziel
Jul 072009
 

(Als Teil 1 bezeichnet  in der Hoffnung, dass es noch mehr werden. Das Potenzial ist da, siehe unten.)

Hier berichte ich in loser Folge von meinem neuesten Projekt: Sprachaufnahmen am PC, natürlich mit einem Mikrofon.

Genauer gesagt stehen 3 Anwendungen im Vordergrund: Podcasts, Vertonung von Screencasts, und nicht zuletzt die Verwendung bei VOIP (SIP und Skype, dann hab ich alle Buzzwords zusammen). “Screencast” muss ich vielleicht noch erklären: Dabei handelt es sich um die Aufzeichung von Abläufen auf dem Bildschirm – in der Regel, um eine Software zu erklären. E-Learning ist da das Thema (Buzzword-BINGO!). Eine der besten Softwares dafür ist Camtasia.

Dieses Thema hat bei mir eine lange Vorgeschichte, die ich aber in einigen wenigen Glaubensgrundsätze zusammenfassen möchte. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die in Computer eingebaute Audio-Hardware zu guten Sprachaufnahmen nichts taugt. Das geht Hand in Hand mit der Tatsache, dass die meisten günstigen Mikrofone Schrott sind. Und Headsets sowieso. Der letzte Beweis war ein teures Lenovo T61 Notebook. Mehr als Schrott, aber nicht richtig gut.

Meist liegt dies daran, dass die elektrischen und akustischen Eigenschaften von PC-Mikrofoneingängen und Mikrofonen (oder bei Notebooks sogar des eingebauten Mikrofons) nicht oder nicht gut aufeinander abgestimmt sind. Die Folgen:

  • Keine oder unzureichende Phantomspeisung für Kondensatormikrofone
  • Niedrige oder (selten) zu hohe Empfindlichkeit der Mikrofone
  • Beim Zuschalten des Mikrofonverstärkers auf der Soundkarte zu hoher Rauschanteil im Signal
  • Aufnahme von Eigengeräuschen und Schwingungen des Rechners, vor allem bei Notebooks (Festplatte)
  • Undefinierte Richtcharakteristik der Mikrofone, die mehr Nebengeräusche als Nutzsignal aufnehmen (oder Echos produzieren)

Diese Liste ließe sich endlos verlängern, aber der Frust wächst beim Berichten überproportional, deshalb gleich zum Positiven. Ein erster Lichtblick war eine Webcam, die ich mir irgendwann im Jahr 2003 zugelegt habe: Eine Philips Vesta PCVK675. Neben der (immer noch) guten Bildqualität hat mich bei dieser Kamera vor allem begeistert, dass das eingebaute Mikrofon problemlos alles aufnehmen konnte, was sich vor der Kamera befand – bis weit in den Raum hinein.

Das lag eben daran, dass es sich um ein USB-Mikro handelte (oder besser handelt: Ich habe immer noch 3 Vestas in Betrieb). Die Soundkarte ist da quasi mit dem Mikrofon gekoppelt, der Rechner erhält über USB die fertigen, digitalen Daten, statt leidlich normierter analoger Impulse. Für mich ist das ein bestechendes Prinzip, denn so kann der Hersteller (theoretisch) die elektrischen Daten von Mikro und eingebauter USB-Soundkarte perfekt aufeinander abstimmen. Das Ergebnis war zwar bei der Vesta nicht berauschend (lies: es  war berauschend), aber in der Praxis hatte ich nie zuvor so guten Ton mit so wenig Problemen. Anmerkung nebenbei: Gute Mikrofone sind bei guten Webcams mittlerweile gang und gäbe.

Nächster Meilenstein auf dem Weg zu Erleuchtung Erhörung war der Logitech Easycall Desktop, der leider auch nicht mehr vertrieben wird. Im drahtlosen Maus- und Tastaturempfänger ist ein USB-Freisprechtelefon eingebaut, welches den Preis von 40 Moppen (Lasermaus, Tastatur, Headset, Freisprecheinrichtung) mehr als rechtfertigt. Das bestechende bei dieser Kombination von Ton-Ein- und Ausgabe in einem Gerät ist die Möglichkeit, störende Echos beim Freisprechen direkt im Gerät zu unterdrücken. Das Ergebnis: Freisprechen mit Skype und dem Logitech Easycall ist wirklich so, als wäre das Gegenüber … nun ja … eben gegenüber. Das hat auch etwas damit zu tun, wie Skype noch den Ton verbessert, aber dazu vielleicht später mehr. Fakt bleibt, dass Freiskypen fast nicht besser geht.

Mit dem Logitech-Gerät war dann erst einmal für die Telefonie ein guter Stand erreicht – bis mich das Screencast-Fieber packte. Einfacher und nachhaltiger als mit Bildschirmvideos kann man jemanden eine Software nicht beibringen (und danach seine Ruhe haben). Die Hardware schien ja bereits vorhanden: Ein gutes Mikrofon für die Sprachaufnahme enthält ja das Logitech-Speakerphone, also muss man nicht mal ein doofes (analoges) Headset tragen, in das man doch am Ende nur asthmatisch reinkeucht. Alles geritzt? Von wegen!

Was beim Skypen noch nach authentischen Raumklang klang (… klang klang klang …),  klingt im aufgezeichneten Video nach Turnhalle. Damit war die Zielsetzung klar. Ein Mikrofon muss her, mit folgenden Eigenschaften:

  • USB-Technologie, um die geschilderten Abstimmungsschwierigkeiten zu vermeiden
  • Ausreichende Emfindlichkeit für Raumaufnahmen, Podcasts und dergleichen, so dass man für einen ordentlichen Aufnahmepegel nichts ins Mikro beißen oder schreien muss
  • Unterdrückung (oder besser: Gar nicht erst die Aufnahme) von Störgeräuschen
  • Hervorragender Klang (klar)

Oder zusammengefasst: Über 100-Euro. Mindestens! Uh-oh!

Fortsetzung folgt.

professional time management tip no. 3 – Design effektiv

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Jun 082009
 

Liebe Wissbegierige.

Unser heutiges Thema erklärt endlich umfassend und abschließend effizientes Gestalten und Entwerfen. Natürlich, wie gewohnt in dieser beliebten Artikelserie, spartenübergreifend und universell einsetzbares Spezialwissen, das  den Dax in ungeahnte Höhen treiben kann.

Wir bearbeiten NATÜRLICH kein leichtes Thema, aber wer eine echte challenge zu schätzen weiss… für die Karriere heißt das: the sky is the limit.

Beginnen wir mit den Grundvoraussetzungen:
1. Größtmögliche Auswahl an Vorlagen (von “kompetenten Kollegen”, die Gestaltungsprobleme bereits “erfolgreich gelöst” haben. “Warum das Rad neu erfinden; Das haben wir früher auch nicht schlechter gemacht.”)
2. Möglichst schwammige Vorgaben
3. Keine eindeutige eigene Meinung (schränkt ein)

Wichtig außerdem:
Großes Kollegenteam mit “profundem Wissen” (vgl. 1.), Kommuniukationsfreudigkeit und “time at hand” (zum Thema “cross-budgeting” ein andermal). Kollegen sollten übrigens für ihre Layouttipps keine Verantwortung übernehmen müssen. Dieses Verlangen wäre wirklich unkollegial, wo sie doch schon ihre Zeit opfern.

Also, frischanswerk!
Das Layout ist schnell zusammengeklopft. Jetzt unbedingt den input erhöhen und das Kompetenzteam befragen. Widersprüchliche Angaben (“brainstorming!”) unter einen Hut bekommen wird ein bischen Zeit beansprochen (sportlich sehen!), aber: “Gut Ding will Weile haben”, “Entwerfen heißt Verwerfen”, etc. etc.

Mehrere Nachfragen im Gremium bewegen den Entwurf entscheidende Millimeter (Variantenbildung! Wichtig!).

Vor der abschließenden Teambesprechung (Kritikfähigkeit beweisen!) nochmal kurz ausdrucken, Layout an vermeintlich “harmlosen” Stellen anpassen, fertig.
Kurz nochmal den Inhalt überfliegen, Grafik ein letztes mal aufhellen, Finaldruck – passt.
(Überschrift noch ein bischen größer? Gute Idee! Macht einen EKLATANTEN Unterschied. Jetzt kann auch endlich die horizontale Trennlinie einen 4-tel Millimeter dicker sein – PERFEKT!)

Es ist zu erwarten, dass die Zielrichtung jetzt, nach der x-ten Überarbeitung, etwas “fokussiert” und die Grundlagen “minimal” umgewichtet wurden. Total andere Inhalte, größere (oder kleinere) Grafiken in beliebiger Zahl, und desgleichen: Kein Problem! Das Design ist “zeitlos”, zum Glück wurde das gleich richtig angepackt!

Also, frischanswerk, das Layout ist schnell…

…immer dran denken: Keep up the good work!

Jun 032009
 

Wer kennt dieses Problem nicht: Plötzlich rasante Nachfrage nach Informationsoutput von Extern, möglicherweise auch noch kreativ angehaucht.

Beispiel: Kindernamen. Wird bekanntlich von jetzt auf gleich gebraucht.

Bevor die Spannung unerträglich wird – es geht gut aus. D.h. Geburt erst in mehreren Monaten, es muss noch nichts entschieden werden.

Wer einen Internetanschluss hat, kann sich sowieso erstmal entspannt in den Ohrensessel schmiegen. Nichts leichter, als sich – ganz  kreativ  – online ein paar tausend Namen anzuschauen.

Da klingt anfangs natürlich jeder ein bischen blöd (oder besser: TOTAL blöd). Nach ca. 200 unterschiedlichsten Namen (alle mit “A” beginnend, außer bei den Exotenseiten, die das Alhpabeth von hinten aufziehen oder mit Zahlen beginnen), also, nach einer gewissen Angewöhnung geht es dann schon etwas leichter.

Am besten – breaking the ice – sucht man sich den Namen raus, der im Vergleich zu seinen direkten Nachbarn einen minimal besseren Eindruck macht; was auch immer “besser” in dieser Phase unserer Suche bedeutet. Ist aber die Hemmschwelle erst einmal überwunden, klingen plötzlich der überübernächste, der 3. von “B” und eine ganze Reihe mit “Ba” recht akzeptabel.Von jetzt auf gleich hat man ein wahres Füllhorn an Spitzennamen. UND es stellt sich ein Gefühl der Erleichterung und – zugegeben – Stolz ein. Das war nicht so schwer… Aufgabe  BRILLIANT  gelöst.

Jetzt die ganze Auswahl in eine lange Liste kopiert, kurz das Layout überarbeiten (dazu ein andermal mehr) und… später triumphal präsentieren. (Weiss gar nicht, warum da einige “Probleme” haben, looser.)

Hinweis: Es waren in unserem oben beschriebenen Beispiel natürlich keine tausend Namen im Spiel – das Ganze funktioniert auch mit ein paar Hundert. Der Autor musste sich aus “Zeitgründen” auf biblische (http://www.namenspatron.de) und germanische Vorrnamen (http://www.runenkunde.de) beschränken. (1. Grund für die Auswahl: Es waren die ersten “kurzen” Ergebnislisten 2. Die websites wurden NICHT auf sonstige unerwünschte Inhalte überprüft (Sekte, rechtsextremer Hintergrund, Langeweilegefahr) – Besuch also auf eigenes Risiko).

Epilog und Expertentipp:
Die gespeicherte Liste  NIE ein zweites Mal durchlesen! Die Liste auch  NICHT präsentieren – jede Ausrede bietet sich an,  JEDE! Außer Schamgefühl und dem völligen Verlust von Selbstsicherheit und Kompetenz in Geschmacksfragen stellt sich kein dauerhaftes Ergebnis ein.

(Uroma und Uropa hatten doch sooo schöne Namen…)

Linux – aber nicht für den Desktop

 (Embedded) Linux  Comments Off on Linux – aber nicht für den Desktop
May 282009
 

Dieser Artikel leitet eine neue Kategorie ein, die mir sehr am Herzen liegt – (Embedded) Linux. In loser Folge erscheinen hier meine Erfahrungen mit dem Open-Source-Betriebssystem, wie es mir halt so in die Quere oder unter die Finger kommt. Merke: Mein Produktivsystem ist und bleibt Windows XP, schon deshalb, weil es auf meinem Arbeitscomputer installiert ist. Berührungspunkte gibt es dennoch:

  • Meine Fritzbox 7170 (Router und Telefonanlage) fährt ein Embedded Linux (Busybox)
  • Desgleichen mein NAS mit Medienserver (ebenfalls eine Busybox)
  • Und natürlich alle möglichen Webserver (beruflich), die unter verschiedensten Linuxen laufen

Gerade deshalb, oh Ihr Windows-Ungläubigen, lasst es Euch gesagt sein: Linux ist für Normalsterbliche, Nichtinformatiker und Nervenschwache kein Deskop-Betriebssystem! Basta!

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