Fläche macht im Einzelhandel den Unterschied

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Nov 102013
 

Da schwandroniere ich kürzlich erst über die Zukunft des stationären (Buch-) Handels, und prompt fällt mir kürzlich ein Beweis* für eine meiner Thesen (neudeutsch: USP) in die Hände.

Fläche ist wichtig. Und zwar nicht die Ladenfläche, sondern die Präsentationsfläche. Leute wollen nicht auf Bildschirmen scrollen oder blättern, das ist eine Notlösung für Geräte mit beschränkter Fläche. Dass der Kunde eine flächige Präsentation schätzt, scheint mir dieses Beispiel zu zeigen:

In meinen Augen hat das wenig mit “Sinnlichkeit” und “Anfassen” zu tun, beides ist ja nicht verwirklicht. Ich bin vielmehr der Meinung, die Präsentation auf einer riesigen Fläche, inklusive “Herumlaufen” als Navigationsstrategie durch das Informationsangebot, macht das Angebot besser begreifbar.

Vielleicht liegt hier die Zukunft des Handels, als Waren-Showroom, und nicht unbedingt als Verkaufsstelle (“Point of Decision” statt “Point of Sale”). Die Händler müssen aber dafür sorgen, dass der Kontakt zum Kunden nicht abbricht. Auf den Buchhandel bezogen: Es darf keinen Unterschied machen, ob der Kunde online oder im Laden die Ware aussucht, ob die Ware physisch oder digital vorliegt, oder ob sie sofort mitgenommen oder geliefert wird. Der Händler muss alle Kombinationen ohne Brüche bedienen.

Verliert beispielsweise der Händler nach dem Verlassen des Ladens den Kontakt zum Kunden, wird der im Zweifelsfalle zuhause die Ware bei A*ma*on ordern. Es bringt auch nichts, den Kunden zu einem bestimmten Verhalten erziehen zu wollen. Es muss auch möglich sein, im Laden ein Buch auszusuchen, als eBook zu kaufen, zu bezahlen, und bei der Rückkehr findet sich das eBook auf dem heimischen Rechner.

* Ich nenne das jetzt einfach mal so