USB-Mikrofonie, Teil 1: Der Weg ist das Ziel

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Jul 072009
 

(Als Teil 1 bezeichnet  in der Hoffnung, dass es noch mehr werden. Das Potenzial ist da, siehe unten.)

Hier berichte ich in loser Folge von meinem neuesten Projekt: Sprachaufnahmen am PC, natürlich mit einem Mikrofon.

Genauer gesagt stehen 3 Anwendungen im Vordergrund: Podcasts, Vertonung von Screencasts, und nicht zuletzt die Verwendung bei VOIP (SIP und Skype, dann hab ich alle Buzzwords zusammen). “Screencast” muss ich vielleicht noch erklären: Dabei handelt es sich um die Aufzeichung von Abläufen auf dem Bildschirm – in der Regel, um eine Software zu erklären. E-Learning ist da das Thema (Buzzword-BINGO!). Eine der besten Softwares dafür ist Camtasia.

Dieses Thema hat bei mir eine lange Vorgeschichte, die ich aber in einigen wenigen Glaubensgrundsätze zusammenfassen möchte. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die in Computer eingebaute Audio-Hardware zu guten Sprachaufnahmen nichts taugt. Das geht Hand in Hand mit der Tatsache, dass die meisten günstigen Mikrofone Schrott sind. Und Headsets sowieso. Der letzte Beweis war ein teures Lenovo T61 Notebook. Mehr als Schrott, aber nicht richtig gut.

Meist liegt dies daran, dass die elektrischen und akustischen Eigenschaften von PC-Mikrofoneingängen und Mikrofonen (oder bei Notebooks sogar des eingebauten Mikrofons) nicht oder nicht gut aufeinander abgestimmt sind. Die Folgen:

  • Keine oder unzureichende Phantomspeisung für Kondensatormikrofone
  • Niedrige oder (selten) zu hohe Empfindlichkeit der Mikrofone
  • Beim Zuschalten des Mikrofonverstärkers auf der Soundkarte zu hoher Rauschanteil im Signal
  • Aufnahme von Eigengeräuschen und Schwingungen des Rechners, vor allem bei Notebooks (Festplatte)
  • Undefinierte Richtcharakteristik der Mikrofone, die mehr Nebengeräusche als Nutzsignal aufnehmen (oder Echos produzieren)

Diese Liste ließe sich endlos verlängern, aber der Frust wächst beim Berichten überproportional, deshalb gleich zum Positiven. Ein erster Lichtblick war eine Webcam, die ich mir irgendwann im Jahr 2003 zugelegt habe: Eine Philips Vesta PCVK675. Neben der (immer noch) guten Bildqualität hat mich bei dieser Kamera vor allem begeistert, dass das eingebaute Mikrofon problemlos alles aufnehmen konnte, was sich vor der Kamera befand – bis weit in den Raum hinein.

Das lag eben daran, dass es sich um ein USB-Mikro handelte (oder besser handelt: Ich habe immer noch 3 Vestas in Betrieb). Die Soundkarte ist da quasi mit dem Mikrofon gekoppelt, der Rechner erhält über USB die fertigen, digitalen Daten, statt leidlich normierter analoger Impulse. Für mich ist das ein bestechendes Prinzip, denn so kann der Hersteller (theoretisch) die elektrischen Daten von Mikro und eingebauter USB-Soundkarte perfekt aufeinander abstimmen. Das Ergebnis war zwar bei der Vesta nicht berauschend (lies: es  war berauschend), aber in der Praxis hatte ich nie zuvor so guten Ton mit so wenig Problemen. Anmerkung nebenbei: Gute Mikrofone sind bei guten Webcams mittlerweile gang und gäbe.

Nächster Meilenstein auf dem Weg zu Erleuchtung Erhörung war der Logitech Easycall Desktop, der leider auch nicht mehr vertrieben wird. Im drahtlosen Maus- und Tastaturempfänger ist ein USB-Freisprechtelefon eingebaut, welches den Preis von 40 Moppen (Lasermaus, Tastatur, Headset, Freisprecheinrichtung) mehr als rechtfertigt. Das bestechende bei dieser Kombination von Ton-Ein- und Ausgabe in einem Gerät ist die Möglichkeit, störende Echos beim Freisprechen direkt im Gerät zu unterdrücken. Das Ergebnis: Freisprechen mit Skype und dem Logitech Easycall ist wirklich so, als wäre das Gegenüber … nun ja … eben gegenüber. Das hat auch etwas damit zu tun, wie Skype noch den Ton verbessert, aber dazu vielleicht später mehr. Fakt bleibt, dass Freiskypen fast nicht besser geht.

Mit dem Logitech-Gerät war dann erst einmal für die Telefonie ein guter Stand erreicht – bis mich das Screencast-Fieber packte. Einfacher und nachhaltiger als mit Bildschirmvideos kann man jemanden eine Software nicht beibringen (und danach seine Ruhe haben). Die Hardware schien ja bereits vorhanden: Ein gutes Mikrofon für die Sprachaufnahme enthält ja das Logitech-Speakerphone, also muss man nicht mal ein doofes (analoges) Headset tragen, in das man doch am Ende nur asthmatisch reinkeucht. Alles geritzt? Von wegen!

Was beim Skypen noch nach authentischen Raumklang klang (… klang klang klang …),  klingt im aufgezeichneten Video nach Turnhalle. Damit war die Zielsetzung klar. Ein Mikrofon muss her, mit folgenden Eigenschaften:

  • USB-Technologie, um die geschilderten Abstimmungsschwierigkeiten zu vermeiden
  • Ausreichende Emfindlichkeit für Raumaufnahmen, Podcasts und dergleichen, so dass man für einen ordentlichen Aufnahmepegel nichts ins Mikro beißen oder schreien muss
  • Unterdrückung (oder besser: Gar nicht erst die Aufnahme) von Störgeräuschen
  • Hervorragender Klang (klar)

Oder zusammengefasst: Über 100-Euro. Mindestens! Uh-oh!

Fortsetzung folgt.

Memo 006: RadioTatort

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Jun 232009
 

Ok, Überraschung: ernstes Thema…

Falls irgendjemand möchte: Der aktuelle RadioTatort steht JETZT zum download bereit.
Das download-Zeitfenster besteht nur von 22.06., 23:00 bis 29.06., 23:00, also ziemlich kurz. (Das gilt eigentlich jeden Monat.)

Zur Qualität (technisch + inhaltlich) kann ich nix sagen, ich hab das Teil noch nicht angehört.
Falls Ihr Euch trotzdem für den download entscheidet: Viel Spass.