Jun 222009
 

“Sehr geschätzte Stammkunden, liebe Kollegen

Nach einem halben Jahr intensiver Vorarbeit konnten Sie glücklicherweise alle Ihre Teilnahme an unserem heutigen milestone-meeting ermöglichen.

Als Projektleiter hatte ich für Details selbstverständlich keine Zeit und kann mich deshalb, ebenso wie Sie, vom nun folgenden Vortrag unseres Praktikanten überraschen lassen. Für ausführliche Fragen stehe ich Ihnen anschließend gerne kompetent zur Verfügung.

In den nächsten 2.5 Stunden wird Ihnen mein Kollege einen profunden Einblick in unseren bisherigen Projektstand geben. Um die konstruktive Atmosphäre nicht nachhaltig zu stören, sehen wir von jeglicher Darstellung ab. Ich denke wir sind uns einig, dass Text und Bild den Projektprozess durch Fixierung negativ beeinflussen können. Es wäre schade, wenn bei der abschließenden Entscheidung der Eindruck entstände, es wären nicht alle Einzelinteressen voll berücksichtigt.

Dieses Vorgehen versetzt uns in die glückliche Lage, Ihnen 100% Zufriedenheit für den heutigen Tag garantieren zu können.

Im Anschluss erhalten Sie ein, dem Grundgedanken der Projetkvorstellung gerecht werdendes, Sitzungsprotokoll in Form eines warmen Händedrucks.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.”

So, liebe Weiterbilder, sieht der gelungene Einstieg in ein effektiv geführtes project-meeting aus. “A nice little time-saver”, wie ich zu sagen pflege. Beachten Sie den ressourcenschonenden
Materialeinsatz und die hohe Kundenzufriedenheit direkt nach Ende des meetings.

Wird später – völlig entgegen aller Erwartungen – ein “schriftliches” “Protokoll” angefordert, bietet sich eine kurze Stichwortliste an (gerne kryptisch – Spieltrieb! oder aus einem anderen meeting. Zuständigkeiten und Termine vermeiden!)

Dax bedenken! K u t go w!

Jun 112009
 

Wer kennt sie nicht, die liebgewordenen Anrufe aus dem Kollegen- und Kundenkreis:

“Können Sie mir bitte die Akten zum Vorgang »unimportant« aus Projekt »0« raussuchen?” – “Die hab ich Ihnen bereits in Kopie 1 bis 5 geschickt” – “Das habe ich genau jetzt nicht vorliegen und »der Kollege ist grad zu Mittag«. (Ausgesprochen: “Akten nochmal oder die Zeit geht jetzt sofort am Telefon drauf. Akten dann im Anschluss.”)” [Der weitere Ablauf enfällt aus Platzgründen (und weil mein Arzt gesagt hat, ich soll mich schonen)]

Wir erledigen das gerne, liebe Weiterbildungshungrige, das ist selbstverständlich und in das Budget einkalkuliert (Spalte: unbezahlte Überstunden).

Günstig in diesem Zusammenhang (Expertentipp!): Exzessiv ausgefuxte und beständig nachgearbeitete Akten- und Datenablage. DAS SPART ZEIT. Außerdem können die dann sprunghaft steigenden Anfragen viel zügiger abgearbeitet werden.

Vorteil bei Kollegen: Es bleibt alles in der Firma! Und die Kollegen helfen ja auch immer, wo sie können (vgl. professional time management tip no. 3).

Vorteil bei Kunden: Die Kunden können Personal einsparen und Ihre Wirtschaftskraft erhalten (möglicher zukünftiger Stammkunde / Arbeitgeber (bei Übernahme)!)

Unterm Strich also: Empfehlenswert!

Wie immer gilt: Spezialwissen fleissig anwenden! Dax!

Keep up the good work (k u t go w)!

Das Ding hat einen Namen: Zeiterfassung

 Dilbert  Comments Off on Das Ding hat einen Namen: Zeiterfassung
Jun 012009
 

Traurig, wenn die erste Frage bei neuen Projekten nicht ist “was braucht der Kunde” oder “wie setze ich das um”, sondern “worauf kann ich das buchen”?

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Zeiterfassungen sind notwendig – und böse.