Bluetooth-Blues

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Jul 242009
 

Es ist ein Kreuz mit den Bluetooth-Stacks (zur Erklärung: Bluetooth-Hardware braucht in der Regel noch einen Treiber, den sogenannten “Stack”).

Alle unter Windows verfügbaren Stacks haben irgendwelche Nachteile, zumindest wenn es um die Zusammenarbeit mit meiner Hardware geht.

  • Der unter Windows XP verfügbare, eingebaute Treiber taugt nichts. Der kann zum Beispiel kein Stereo-Headset betreiben (Profil: A2DP / Audio Sink), und wird es auch nie können.
  • Der unter Windows Vista verfügbare, eingebaute Stack hat einen schwerwiegenden Bug (namens Windows Vista). Deshalb hab ich ihn nie getestet.
  • Der lange Zeit führende, sehr weit ausgebaute Stack von Broadcom (früher: Widcomm) stagniert ein wenig, und produziert bei meinem Stereo-Headset Motorola HT820 hörbare Knackser.
  • Viele Leute finden den Stack von IVT (BlueSoleil) toll, aber sehr frühe Tests damit haben ein katastrophales User Interface zutage gebracht. Mein letzter Test vor einem Jahr zeigte, dass auch dieser Stack im Stereo-Audio-Bereich Probleme hat.
  • Im Stereo-Bereich punktet der Stack von Toshiba, und auch die Bedienung ist recht kommod. Sogenannte PANs (Personal Area Networks) kommen aber nur zwischen zwei Toshiba-Stacks zustande, oder wenn sich ein Toshiba mit einem Broadcom-Stack verbindet – nicht umgekehrt. Da scheint wohl das passende Server-Profil zu fehlen.

Und so geht es gerade weiter mit der Anbindung von Handys, meinem Palm Tungsten (PAN an Broadcom OK, PAN an Toshiba bäh), Anbindung von Pocket PCs etc. Kein Stack scheint alles zu können 🙁 !

Man muss sich mal vorstellen: Was sie alle ganz gut können, ist die Emulierung eines seriellen Ports. Einer Technik der siebziger, wenn überhaupt. HALLO! Aufwachen! Und da soll mir nur mal wieder einer “Linux” sagen: Das will ich sehen, dass dort alles besser läuft. Und wenn ja, dann fehlt die passende Software, um die Bluetooth-Geräte auch zu nutzen. Lediglich unter Max OS X scheint es leidlich zu klappen.

Das traurige daran 😥 : Praktisch die ganze USB-Bluetooth-Hardware am PC  ist einheitlich, oder wird zumindest über normierte Schnittstellen angesprochen. Einen echten Hardware-Treiber zu Anpassung an bestimmte Hardware braucht es also gar nicht. Dass nicht jeder Stack mit jeder Hardware zusammen funktioniert, hat lizenzrechtliche Gründe: Die Hardware-Hersteller lizenzieren einen Stack, und an den ist man dann gebunden.

Beispiel Hama: Die wechseln wild zwischen Broadcom und Toshiba, und wenn es keine Updates für Hardware X gibt, dann kann man die wegwerfen, falls man ein Upgrade oder einen Bugfix braucht. Noch Schlimmer trifft es Notebook-Besitzer: Wenn die Hersteller nicht immer die neuesten Stack-Versionen für die eingebaute Hardware zur Verfügung stellen, bliebt man auf dem alten Stand stehen.

Mein Tipp: Vor dem Kauf einer Bluetooth-Hardware nach dem mitgelieferten Stack schauen, die Update-Politik des Hardware-Herstellers genau anschauen. Demoversion runterladen, mit einem geliehenen Stick die benötigten Funktionen testen, erst dann die BT-Hardware kaufen.

Ein wenig viel Aufwand für eine 8-Euro-Hardware? Eben! Danke, Microsoft!

Keep up the bad work!

Jun 202009
 

Es kommt der Tag im Lebens eines jeden Mannes (und mancher Frau), an dem die Platte zu klein wird. Ich rede nicht metaphorisch über Haarausfall (da wird sie größer), und auch nicht über den Morbus Alzheimer. Eher über den Morbus Alzeymer (Gag für Insider). Aber da wird ja eher das Raid zu klein.

Klar, die Festplatte ist zu klein, und muss gegen eine größere getauscht werden. So auch bei meinem Geschäftsnotebook, einem Lenovo T61 “Self-Terminator”. Wie macht man das aber, ohne das Betriebssystem (hier: Windows XP Pro) neu installieren zu müssen? Hier eine kleine Anleitung, gespickt mit Erfahrungen der geschätzten 30 Übertragungen dieser Art, die ich bereits hinter mir habe.

Alle haben eines gemein: Es gibt immer ein unerwartetes Problem. Immer! Aus “mal eben” werden mindestens drei Tage. Dazu später mehr. Und: Ich übernehme keinerlei Verantwortung für Schäden, die durch meine Tipps entstehen. Immer ein Backup machen! Fettarm essen!

Vorgehensweise

Um das Betriebssystem von einer Platte auf die andere zu bringen, gibt es zwei Wege, die im Prinzip äquivalent sind:

  • Beide Platten gleichzeitig am Rechner anschließen, und System 1:1 übertragen. Mein Favorit, da es am schnellsten und problemlosesten geht. Diese Variante beschreibe ich auch hier.
  • Variante 2: Image der alten Platte auf ein Medium (Netzlaufwerk, externe Festplatte, CD/DVD) machen, neue Platte einbauen, Image zurückspielen. Neben dem zusätzlichen Aufwand an Zeit und Medien gibt es in der Regel auch immer ein Treiberproblem, um wieder an das Image zu kommen.

Der Vorteil ist immer, dass man auf jeden Fall über die alte Platte als Backup verfügt. Deshalb ist alle zu unterlassen, was während der Übertragung irgendwelche Änderungen an der Quellplatte ausführt.

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Linux – aber nicht für den Desktop

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May 282009
 

Dieser Artikel leitet eine neue Kategorie ein, die mir sehr am Herzen liegt – (Embedded) Linux. In loser Folge erscheinen hier meine Erfahrungen mit dem Open-Source-Betriebssystem, wie es mir halt so in die Quere oder unter die Finger kommt. Merke: Mein Produktivsystem ist und bleibt Windows XP, schon deshalb, weil es auf meinem Arbeitscomputer installiert ist. Berührungspunkte gibt es dennoch:

  • Meine Fritzbox 7170 (Router und Telefonanlage) fährt ein Embedded Linux (Busybox)
  • Desgleichen mein NAS mit Medienserver (ebenfalls eine Busybox)
  • Und natürlich alle möglichen Webserver (beruflich), die unter verschiedensten Linuxen laufen

Gerade deshalb, oh Ihr Windows-Ungläubigen, lasst es Euch gesagt sein: Linux ist für Normalsterbliche, Nichtinformatiker und Nervenschwache kein Deskop-Betriebssystem! Basta!

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